Puma muss die Erwartungen für die nächste Zeit dämpfen. Nach einem als „Reset-Jahr“ beschriebenen 2025 rechnet das Management auch 2026 mit Verlusten – und streicht die Dividende. Die spannende Frage ist: Wie lange dauert diese Durststrecke, bis die Neuausrichtung greift?
Auch am Markt spiegelt sich die Unsicherheit: Die Aktie verliert heute 2,15% auf 21,82 Euro und liegt damit unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 22,54 Euro. Gleichzeitig ist die Volatilität hoch, der RSI von 73,2 deutet zudem auf eine kurzfristig überhitzte Lage hin.
2025: Reset-Jahr mit tiefen roten Zahlen
Im Geschäftsjahr 2025 rutschte Puma in die Verlustzone. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 643,6 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn erzielt wurde. Der Umsatz sank auf 7,3 Milliarden Euro.
Als Belastungsfaktoren nannte das Unternehmen hohe Lagerbestände, eine schwache globale Nachfrage sowie Kosten aus Restrukturierungsmaßnahmen. Unterm Strich: 2025 war weniger ein Ausrutscher als der Beginn eines bewusst in Kauf genommenen Umbaus.
2026 bleibt Übergangsjahr – Dividende fällt aus
Eine schnelle Trendwende stellt Puma nicht in Aussicht. Für 2026 erwartet die Unternehmensführung einen operativen Verlust von 50 bis 150 Millionen Euro, der Umsatz soll weiter sinken. Das Jahr wird als Übergangsphase im Zeichen der strategischen Neuausrichtung eingeordnet.
Für Aktionäre ist das unmittelbar spürbar: Die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr wird gestrichen. Damit setzt Puma klar Prioritäten bei Liquidität und Umbau statt Ausschüttung.
Strategie: Fokus auf Kernsportarten – und Anta als Ankeraktionär
Inhaltlich richtet Puma die Marke neu aus. Im Zentrum stehen Kernsportarten wie Fußball und Running. Parallel soll der Direktvertrieb an Konsumenten ausgebaut werden.
Um die Markenwahrnehmung zu schützen, fährt der Konzern Rabattaktionen zurück und nimmt Überbestände von Handelspartnern zurück. Zusätzlich hat sich die Aktionärsstruktur verändert: Der chinesische Sportartikelkonzern Anta stieg als strategischer Investor ein und sicherte sich rund 29% der Anteile.
Pumas Zielmarke ist klar benannt: Eine Rückkehr zu profitablem Wachstum peilt das Unternehmen ab 2027 an – bis dahin bleibt die Aktie stark von der Glaubwürdigkeit und dem Fortschritt der Neuausrichtung geprägt.
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