QIAGEN: Automation reduziert Laborzeit um 80 Prozent
QIAGEN investiert in KI-gestützte Labore und neue Partnerschaften, während das TB-Geschäft schwächelt und der Umsatz leicht nachgibt.

Kurz zusammengefasst
- Automatisierung senkt Laboraufwand drastisch
- KI-Software prognostiziert Tuberkulose-Risiko
- Umsatzplus bei Probentechnologien und PCR
- Prognose für 2026 bleibt unverändert
QIAGEN steckt in einem Übergangsjahr. Während das Geschäft mit Tuberkulose-Tests stagniert, baut das Management die Diagnose-Automatisierung massiv aus. Das Ziel: Effizienzgewinne durch Künstliche Intelligenz und neue Partnerschaften.
Fokus auf vollautomatisierte Labore
Das Unternehmen plant einen neuen Workflow für seine QuantiFERON-Tests. Dafür arbeitet QIAGEN mit Inpeco und dem Partner DiaSorin zusammen. Die neue Plattform soll den Personalaufwand in Laboren um bis zu 80 Prozent senken. Bis Ende 2027 soll das System einsatzbereit sein.
Parallel dazu entwickelt QIAGEN eine KI-Software zur Risikoanalyse. Das Programm nutzt Langzeitdaten, um den Ausbruch einer aktiven Tuberkulose-Erkrankung vorherzusagen. Mediziner erhalten so eine individuelle Prognose für ihre Patienten.
Gemischte Bilanz zum Jahresauftakt
Die Zahlen für das Auftaktquartal 2026 zeigen ein zweigeteiltes Bild. Der Umsatz stieg auf 492 Millionen US-Dollar. Währungsbereinigt entspricht dies einem leichten Rückgang. Der bereinigte Gewinn je Aktie traf mit 0,54 US-Dollar die internen Erwartungen.
Wachstumstreiber waren vor allem die Probentechnologien. Dieser Bereich legte währungsbereinigt um neun Prozent auf 170 Millionen US-Dollar zu. Die digitale PCR-Plattform QIAcuity verzeichnete ebenfalls zweistellige Zuwächse bei Geräten und Verbrauchsmaterialien.
Indes schwächelte das Tuberkulose-Geschäft. Der Umsatz mit QuantiFERON-Tests sank um fünf Prozent auf 113 Millionen US-Dollar. Als Grund nennt das Management eine geringere Nachfrage in den USA und im Nahen Osten. Vor allem sinkende Testvolumina im Zusammenhang mit Einwanderung belasteten das Ergebnis.
Prognose und Analysteneinschätzung
Die Prognose für das Gesamtjahr 2026 bleibt bestehen. QIAGEN rechnet mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von rund zwei Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll mindestens 2,43 US-Dollar erreichen.
Die Investmentbank Barclays bewertet die Aktie weiterhin mit „Neutral“. Analysten loben zwar die operative Marge von 27,4 Prozent. Sie verweisen jedoch auf das schwierige Umfeld bei der Finanzierung von Biowissenschaften.
Ende Mai 2026 steht die Hauptversammlung an. Dort will QIAGEN weitere Details zur Integration der neuen Automatisierungsplattformen nennen. Das Management rechnet erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer spürbaren Beschleunigung des Wachstums, wenn negative Effekte aus Produktabkündigungen nachlassen.
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