Randstad Aktie: Nettogewinn steigt um 79 Prozent
Randstad steigert Nettogewinn im zweiten Quartal um 79 Prozent und treibt Portfoliobereinigung durch Verkauf des Beratungsgeschäfts voran.

Kurz zusammengefasst
- Nettogewinn steigt um 79 Prozent
- Verkauf des Beratungsgeschäfts an LTM
- Aktie nähert sich 52-Wochen-Hoch
- Umsatz wächst organisch um 1,9 Prozent
Der Personaldienstleister Randstad hat im zweiten Quartal 2026 eine deutliche Steigerung seiner Rentabilität verzeichnet. Das Unternehmen treibt zudem den strategischen Umbau seines Portfolios voran. Im Fokus steht dabei die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie eine engere Partnerschaft mit spezialisierten Technologie-Dienstleistern.
Deutlicher Gewinnsprung im zweiten Quartal
Wie Randstad am 22. Juli mitteilte, erwirtschaftete der Konzern im zweiten Quartal einen Umsatz von 5,9 Milliarden Euro. Dies entspricht einem organischen Wachstum von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders die Profitabilität entwickelte sich positiv: Das zugrunde liegende EBITA stieg um sechs bis acht Prozent auf 182 Millionen Euro, was einer Marge von 3,1 Prozent entspricht.
Noch deutlicher fiel der Zuwachs beim Nettoergebnis aus. Das Unternehmen meldete einen Anstieg des Nettogewinns um 79 Prozent auf 84 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte dieser Wert noch bei 47 Millionen Euro gelegen. Der bereinigte Nettogewinn, der Sondereffekte ausklammert, kletterte um 30 Prozent auf 109 Millionen Euro. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) belief sich auf 0,47 Euro, nach 0,26 Euro im Vorjahresquartal.
Strategischer Fokus durch Verkauf des Beratungsgeschäfts
Ein wesentlicher Teil der aktuellen Konzernstrategie ist die Veräußerung von Randbereichen. Bereits am 22. Mai gab Randstad bekannt, sein europäisches und australisches Geschäft mit Technologie- und Beratungsdienstleistungen an LTM, ein Unternehmen der Larsen & Toubro Gruppe, zu verkaufen. Der vereinbarte Kaufpreis liegt bei rund 185 Millionen US-Dollar, was zum damaligen Zeitpunkt etwa 160 Millionen Euro entsprach.
Die betroffenen Geschäftsbereiche hatten im Jahr 2025 einen Umsatz von rund 469 Millionen Euro erwirtschaftet. Trotz des Verkaufs bleiben beide Unternehmen eng miteinander verbunden.
Medienberichten zufolge wurde LTM als Technologiepartner für das Global Capability Center von Randstad in Indien benannt. Im Gegenzug fungiert Randstad künftig als strategischer globaler Talentpartner für LTM. Der Abschluss der gesamten Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
Aktienkurs nähert sich Jahreshöchstständen
An der Börse wird die Entwicklung des Personaldienstleisters positiv gewürdigt. Das Papier notiert aktuell bei 39,30 Euro. Damit weist die Aktie seit Jahresbeginn ein deutliches Plus von 21,67 Prozent auf. Der Wert nähert sich damit sukzessive wieder seinen langfristigen Höchstmarken an.
Vom 52-Wochen-Hoch, das am 11. August 2025 bei 41,87 Euro markiert wurde, ist das Papier derzeit noch rund 6,14 Prozent entfernt. Die solide operative Entwicklung im zweiten Quartal und die gezielte Portfoliobereinigung stützten zuletzt das Vertrauen der Anleger, nachdem das Unternehmen im Februar eine Dividende von 1,62 Euro je Stammaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgeschlagen hatte.
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