Nach dem Abschluss eines umfangreichen Kapitalrückführungsprogramms setzen die Spitzenmanager von Reckitt Benckiser ein Zeichen des Vertrauens. CEO Kris Licht und CFO Shannon Eisenhardt haben ihre Beteiligungen am Konsumgüterkonzern weiter aufgestockt. Der Schritt erfolgt inmitten einer tiefgreifenden Transformation des Portfolios und einer geschärften Konzentration auf margenstarke Kernmarken.
Reinvestition nach Sonderdividende
Die Zukäufe wurden gestern offiziell über regulatorische Mitteilungen bekannt gegeben. Die Transaktionen erfolgten über den Dividend Reinvestment Plan (DRIP) des Unternehmens. CEO Kris Licht erwarb dabei 2.109 Stammaktien zu einem Durchschnittspreis von 64,62 GBP. Finanzchefin Shannon Eisenhardt kaufte zeitgleich 189 Anteile zum selben Kurs.
Diese Käufe stehen in direktem Zusammenhang mit der Ausschüttung einer massiven Sonderdividende am vergangenen Freitag. Die Führungsriege nutzt damit die jüngsten Zahlungen, um ihre Positionen im Unternehmen unmittelbar wieder auszubauen.
Milliarden-Ausschüttung und Portfolio-Fokus
Die Anteilsaufstockungen des Managements fallen mit dem Abschluss einer milliardenschweren Kapitalrückführung zusammen. Reckitt Benckiser zahlte insgesamt rund 1,6 Milliarden GBP an seine Aktionäre aus, was einer Sonderdividende von 235 Pence pro Aktie entsprach. Die Mittel für diese Ausschüttung generierte der Konzern aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs „Essential Home“ an Advent International.
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Um das Kursniveau nach der hohen Ausschüttung marktproportional anzupassen, führte das Unternehmen Anfang Februar zudem eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis 24 zu 25 durch. Kann die Konzentration auf die Kernmarken das Wachstum nun nachhaltig beschleunigen?
Fokus auf die Powerbrands
Das Management bekräftigte erst kürzlich auf der CAGNY-Konferenz in New York die Strategie eines „geschärften Portfolios“. Reckitt priorisiert künftig seine elf sogenannten „Powerbrands“, die bereits etwa 80 Prozent des Kernumsatzes erwirtschaften. Durch die Trennung von Randbereichen will sich das Unternehmen auf wachstumsstarke Kategorien wie Selbstmedikation, Hygieneschutz und Intimgesundheit fokussieren.
Während die Säuglingsnahrungsparte Mead Johnson weiterhin strategisch geprüft wird, hat Reckitt bereits die zweite Tranche seines Aktienrückkaufprogramms abgeschlossen. Die Reinvestition der Dividende durch das Management unterstreicht die Ausrichtung auf diese neue Kernstrategie. Mit der Konzentration auf die renditestarken Powerbrands ist die Basis für die weitere Portfolio-Verschlankung gelegt, wobei die anstehende Entscheidung über die Zukunft von Mead Johnson den nächsten strategischen Meilenstein markiert.
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