Red Cat Aktie: 742.000-Dollar-Auftrag enttäuscht

Red Cat Holdings verliert nach enttäuschendem Armee-Auftragswert deutlich an Börsenwert. Analysten bleiben trotz Kursrückgang optimistisch.

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Ein enttäuschter Geschäftsmann betrachtet ein Tablet mit einem kleinen Dollarbetrag, im Hintergrund eine rote Katzensilhouette. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Kurssturz nach kleinem Armee-Auftrag
  • Analysten sehen weiteres Potenzial
  • Umsatz explodiert, Margen dünn
  • Zukäufe stärken Drohnen-Technologie

Ein Armeeauftrag sollte den Kurs beflügeln. Stattdessen löste er einen Ausverkauf aus. Red Cat Holdings verlor in sieben Handelstagen fast ein Fünftel seines Wertes — und steht nun mehr als 40 Prozent unter dem Märzhoch.

Kleiner Kontrakt, große Ernüchterung

Red Cat hatte gemeinsam mit dem KI-Unternehmen Safe Pro Group auf einen US-Armee-Auftrag geboten. Ziel: mit KI-ausgestatteten Black-Widow-Drohnen Landminen und andere Bedrohungen aufzuspüren. Den Zuschlag bekam das Duo — doch der Vertragswert entpuppte sich als bescheiden. Safe Pro bestätigte einen Auftrag über 742.000 Dollar.

Das reichte nicht. Trader stiegen aus, klassisches „Sell the News“. Die Unsicherheit über künftige Umsatzbeiträge kühlte die Stimmung ab. Kurs derzeit: 9,70 Euro — unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 10,78 Euro und dem 100-Tage-Schnitt von 10,73 Euro.

Wall Street bleibt konstruktiv

Trotz des Rücksetzers hält die Analystengemeinschaft an ihrer positiven Einschätzung fest. Roth/MKM startete die Abdeckung am 1. Juni mit einem Kaufvotum und einem Kursziel von 25 Dollar. Die Begründung: Red Cat verfüge über Produktionskapazitäten für bis zu einer Milliarde Dollar Umsatz — bei einer aktuellen Jahresprognose von 150 bis 180 Millionen Dollar. Die Bruttomarge soll von derzeit 7,5 Prozent auf das Managementziel von 30 Prozent steigen.

H.C. Wainwright sieht den fairen Wert bei 20 Dollar und lobte das Drohnen- und Robotik-Portfolio. Clear Street senkte sein Kursziel zuletzt auf 19 von 22 Dollar. Der Konsens liegt bei 21,75 Dollar.

Explosives Wachstum, dünne Margen

Die Zahlen hinter dem Analystenenthusiasmus sind beeindruckend — mit Einschränkungen. Im ersten Quartal 2026 erzielte Red Cat einen Umsatz von 15,5 Millionen Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 849 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Bruttogewinn lag bei 2,0 Millionen Dollar, die Marge bei 12,7 Prozent — nach minus 52,1 Prozent ein Jahr zuvor.

Profitabel ist das Unternehmen dennoch nicht. Die Verluste bleiben hoch, der Cashflow negativ. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei rund 40 — gegenüber etwa 5,4 für die US-Luft- und Rüstungsbranche. Viel Wachstum ist bereits eingepreist.

Zwei Akquisitionen, ein klares Ziel

Red Cat kauft sich Fähigkeiten dazu. Im März schloss das Unternehmen die Übernahme von Apium Swarm Robotics ab — ein Entwickler verteilter Steuerungssysteme für autonome Schwarmdrohnen. Im Mai folgte die Akquisition von Quaze Technologies aus Québec. Quaze entwickelt kabellose Ladetechnologie für unbemannte Systeme. Drohnen können damit autonom nachladen, ohne manuelle Batteriewechsel.

Das adressiert ein zentrales Problem autonomer Systeme: die Energieversorgung.

Aktionäre stimmen ab

Am 18. Juni 2026 hält Red Cat seine Jahreshauptversammlung ab — per Telefon. Auf der Tagesordnung stehen die Wahl von fünf Direktoren, die Bestätigung von KPMG als Abschlussprüfer sowie eine Beratungsabstimmung zur Vergütung des Managements. Stimmberechtigt sind rund 122 Millionen Aktien.

Das Narrativ für 2029 sieht Umsätze von 325,7 Millionen Dollar und einen Gewinn von 27,4 Millionen Dollar vor. Das würde ein jährliches Umsatzwachstum von über 250 Prozent erfordern — ausgehend von einer heute noch tief negativen Ertragslage. Ob der Markt diesen Pfad weiter honoriert, entscheidet sich an den nächsten Quartalszahlen.

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Red Cat Aktie

3,62 EUR

+ 0,42 EUR +13,02 %
KGV —
KUV 12,62
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 610,86 Mio. USD
Ø Kursziel 15,57 USD
ISIN: US75644T1007 WKN: A2PPXB

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