Red Cat Aktie: Wachstum trifft Margenproblem

Red Cat Holdings verzeichnete ein Umsatzplus von 161 Prozent, während die Bruttomarge bei nur 3,1 Prozent lag. Das Unternehmen setzt auf Skalierung und wartet auf Regierungsaufträge für eine Prognose.

Dieter Jaworski ·
Red Cat Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Umsatzwachstum von 161 Prozent im Geschäftsjahr
  • Bruttomarge von lediglich 3,1 Prozent
  • Produktionsausbau auf 1.000 Drohnen monatlich geplant
  • Ergebnispräsentation am 13. Mai 2026 erwartet

Red Cat Holdings lieferte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein beeindruckendes Umsatzwachstum von 161 Prozent — und gleichzeitig eine Bruttomarge, die kaum über null liegt. Dieses Spannungsfeld beschäftigt Anleger und Analysten gleichermaßen, während das nächste Quartalsergebnis näher rückt.

Rekordwachstum, dünne Margen

Im vierten Quartal des Fiskaljahres 2025 erzielte Red Cat einen Umsatz von 26,2 Millionen Dollar — ein Anstieg von fast 2.000 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Jahresumsatz kletterte auf 40,7 Millionen Dollar. Auf dem Papier beeindruckend, doch die Bruttomarge für das Gesamtjahr lag bei lediglich 3,1 Prozent.

Der Bruttogewinn für das Gesamtjahr betrug 1,3 Millionen Dollar, nach einem Verlust von 30.000 Dollar im Vorjahr. Ein Fortschritt — aber kein Beleg dafür, dass das Unternehmen sein Margenproblem bereits gelöst hat.

Skalierung als Antwort auf Skepsis

Das Management setzt auf Volumen als Ausweg. Red Cat plant, die Produktion seiner Black-Widow-Drohnen in der ersten Jahreshälfte 2026 auf 1.000 Einheiten pro Monat zu steigern. Die Produktionskapazität wurde bereits um 520 Prozent auf rund 23.600 Quadratmeter ausgebaut, inklusive einer neuen Fabrik in Georgia.

Einen ersten internationalen Rückenwind lieferte die NATO-Beschaffungsagentur NSPA mit einer Erstbestellung von 100 Black-Widow-Drohnen. CEO Jeff Thompson wertet das als Beleg für wachsende globale Nachfrage.

Parallel dazu stiegen die Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf 17,9 Millionen Dollar — mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Schwerpunkte: KI, maschinelles Lernen und Systeminteroperabilität.

Starke Liquidität, offene Fragen zur Guidance

Die Bilanz hat sich deutlich verbessert. Ende 2025 verfügte Red Cat über 167,9 Millionen Dollar in bar, gegenüber 9,2 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Das gibt dem Unternehmen Zeit, die Skalierung umzusetzen — ohne unmittelbaren Liquiditätsdruck.

Was fehlt, ist eine formale Umsatzprognose für 2026. Red Cat will diese erst herausgeben, wenn entsprechende Regierungsaufträge gesichert sind. Intern rechnet das Unternehmen mit Erlösen zwischen 100 und 170 Millionen Dollar. Die Wall Street erwartet 143 Millionen Dollar.

Rund 21 Prozent des Streubesitzes sind leer verkauft — ein Hinweis darauf, dass ein Teil des Marktes die Margenentwicklung weiterhin kritisch bewertet.

Nächster Prüfstein: 13. Mai

Am 13. Mai 2026 legt Red Cat seine Quartalsergebnisse vor. Analysten erwarten einen Verlust je Aktie von 0,14 Dollar. Das Analysten-Konsenskursziel liegt bei 20,75 Dollar — alle vier abdeckenden Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf. Ob das Unternehmen dann erstmals eine formale Jahresprognose vorlegt, dürfte die Kursreaktion maßgeblich bestimmen.

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Red Cat Aktie

13,09 USD

+ 1,50 USD +12,94 %
KGV 0,00
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 1,40 Mrd. USD
ISIN: US75644T1007 WKN: A2PPXB

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