Redcare Pharmacy: 13–15% Umsatzwachstum 2026
Redcare Pharmacy verliert seinen CCO, CEO übernimmt interimistisch. Neue Aufsichtsräte und CFO treiben Margenstrategie trotz Kursverlusten voran.

Kurz zusammengefasst
- CCO Dirk Brüse verlässt das Unternehmen
- CEO Olaf Heinrich übernimmt kommissarisch
- Neuer CFO fokussiert margenstarke Bereiche
- Aktie erholt sich von Jahrestief
Beim Online-Apotheken-Konzern Redcare Pharmacy steht ein Führungswechsel an. CCO Dirk Brüse hat das Unternehmen zum 28. April 2026 aus persönlichen Gründen verlassen — CEO Olaf Heinrich übernimmt die Verantwortung für das kommerzielle Geschäft, bis ein Nachfolger gefunden ist.
Neue Köpfe, neue Struktur
Der Abgang von Brüse ist nicht der einzige Personalwechsel der vergangenen Wochen. Auf der Hauptversammlung Mitte April wurden drei neue Mitglieder in den Aufsichtsrat berufen: Anja Hendel, Max Müller und Peter Schmid von Linstow. Parallel dazu hat Hendrik Krampe offiziell das Amt des Finanzvorstands übernommen. Sein Fokus liegt auf dem Ausbau margenstarker Geschäftsbereiche — darunter der konzerneigene Marketplace und Retail-Media-Dienste — um die strukturell niedrigeren Margen im Rx-Segment zu kompensieren.
Wachstumsziele trotz Kursdruck
Für 2026 peilt Redcare Pharmacy ein Umsatzwachstum zwischen 13 und 15 Prozent an. Die bereinigte EBITDA-Marge soll mindestens 2,5 Prozent erreichen — mittelfristig sind mehr als 5 Prozent das Ziel. Rückenwind sollen Logistikausbau in Pilsen und höhere Automatisierung am Hauptstandort Sevenum liefern, die die Kapazität auf bis zu 15 Millionen Pakete jährlich heben und die Stückkosten senken sollen.
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Das Analystenurteil fällt gespalten aus. Jefferies hält an seiner Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 150 Euro fest und verweist auf das Wachstumspotenzial im E-Rezept-Bereich sowie 14,2 Millionen aktive Kunden im ersten Quartal. UBS bleibt mit einem Kursziel von 74 Euro neutral und sieht eine Verlangsamung im rezeptfreien Kernsegment.
Der Blick auf den Kurs macht die Lage deutlich: Mit 48,78 Euro liegt die Aktie rund 64 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 136,20 Euro und hat seit Jahresbeginn mehr als ein Viertel ihres Wertes verloren. Immerhin: Vom Märztief bei 31,00 Euro hat sich der Kurs inzwischen deutlich erholt, und der RSI von 27 signalisiert eine technisch überverkaufte Situation.
Rx-Anteil wächst, Marge bleibt Baustelle
Das strukturelle Bild ist klar: Der Anteil von Rx-Umsätzen am Konzernerlös kletterte 2025 auf 36 Prozent — ein Wachstumstreiber, der jedoch auf die Marge drückt. Genau hier liegt die eigentliche Herausforderung für den neuen CFO Krampe: Das Wachstum im E-Rezept-Markt ist real, die Profitabilität muss erst noch folgen. Ob die Logistikinvestitionen und der Marketplace-Ausbau schnell genug greifen, wird sich spätestens bei den nächsten Quartalszahlen zeigen — und dürfte den Kurs stärker bewegen als jeder Personalwechsel.
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