Redcare Pharmacy Aktie: Deutsches Rezeptgeschäft mit 56 % Plus
Mehr als 90 Prozent der Bestellungen waren Wiederkäufe; verschreibungspflichtige Arzneimittel stützten das Quartalswachstum.

Kurz zusammengefasst
- Kundenmarke in sieben Märkten übertroffen
- Wiederbestellquote im dritten Quartal über 90 Prozent
- Umsatz im Quartal um 18 Prozent gestiegen
- Aktie verliert heute 1,7 Prozent
Redcare Pharmacy hat gestern mitgeteilt, die Marke von 15 Millionen aktiven Kunden in sieben europäischen Märkten überschritten zu haben. Die Aktie gibt heute um 1,7% nach.
Wiederbestellungen prägen das Geschäft
Nach Unternehmensangaben lag die Wiederbestellquote im dritten Quartal 2026 bei mehr als 90%. Das Wachstum mit verschreibungspflichtigen Medikamenten trieb nach Angaben von Redcare auch den Umsatzanstieg im Quartal.
Die vor gut einer Woche veröffentlichten Quartalszahlen zeigten einen Umsatz von 847 Millionen EUR. Das entsprach einem Zuwachs von 18% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im deutschen Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten stiegen die Erlöse um 56%.
Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um 68% zu und erreichte 28,7 Millionen EUR. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 3,4%.
Redcare bestätigte bei der Zahlenvorlage vor gut einer Woche die Jahresprognose. Für 2026 erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 16%–18%. Die bereinigte operative Marge soll 2,5%–3,0% erreichen.
Vorsicht beim kurzfristigen Wachstum
Bei der Zahlenvorlage vor gut einer Woche verwies das Management allerdings auf einen schwächeren Oktoberstart im Geschäft mit nicht verschreibungspflichtigen Produkten. Dessen Wachstum lag zunächst unter dem Ziel. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten dürften sich die Wachstumsraten nach Einschätzung des Managements abschwächen, weil eine Bonusänderung im Vorjahr die Vergleichsbasis beeinflusst.
Medienberichten zufolge belastete dieser kurzfristige Umsatzausblick nach der Veröffentlichung die Aktie, obwohl das Ergebnis die Analystenerwartungen weitgehend erfüllte.
Jefferies bestätigte am Dienstag seine Kaufempfehlung nach den Quartalszahlen. UBS hatte am 29. Oktober die neutrale Einstufung bekräftigt. UBS-Analyst Olivier Calvet sah nach der Prognoseanpassung im September keine Überraschungen in den Ergebnissen.
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