Der Kurs von Redcare Pharmacy ist in den vergangenen Wochen massiv unter Druck geraten — nicht wegen einer einzelnen schlechten Nachricht, sondern wegen anhaltender Unsicherheit im Sektor. Ausgerechnet jetzt rückt die Hauptversammlung am 15. April 2026 in den Mittelpunkt: ein umfassender Umbau im Aufsichtsrat und die formelle Bestätigung eines neuen CFO stehen auf der Agenda.
Starkes Rx-Geschäft, schwacher Kurs
Das operative Bild ist dabei widersprüchlich. Im Geschäftsjahr 2025 wuchs der Konzernumsatz um 24,1 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Das Verschreibungsgeschäft überschritt erstmals die Milliardenmarke — mit einem Plus von 42,6 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro. Allein in Deutschland verdoppelten sich die Rx-Erlöse nahezu auf 503 Millionen Euro. Treiber war die Einführung des Card-Link-Verfahrens, das den deutschen E-Rezept-Markt nach jahrelanger Blockade geöffnet hat.
Das bereinigte EBITDA legte um 72 Prozent auf 57,4 Millionen Euro zu, die Marge verbesserte sich auf 2,0 Prozent. Im vierten Quartal fiel sie allerdings auf 1,6 Prozent zurück — ein Zeichen, dass die Profitabilität noch nicht stabil ist. Das nicht-verschreibungspflichtige Geschäft verlangsamte sich spürbar: Das OTC-Wachstum sank von 19,7 Prozent im ersten auf 9,3 Prozent im vierten Quartal.
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Governance-Neuaufstellung auf der HV
Für 2026 peilt das Unternehmen 13 bis 15 Prozent Umsatzwachstum, Rx-Erlöse in Deutschland von über 670 Millionen Euro und eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent an. Mittelfristig soll die Marge auf 5 Prozent steigen, langfristig auf über 8 Prozent.
Parallel dazu wird die Hauptversammlung am 15. April den Aufsichtsrat neu aufstellen. Anja Hendel, Max Müller und Peter Schmid von Linstow sollen drei langjährige Mitglieder ersetzen, darunter Björn Söder und Jérôme Cochet, die beide seit dem Börsengang 2016 im Gremium saßen. Zudem soll die Ernennung von Hendrik Krampe zum CFO formell bestätigt werden. Krampe kam im Dezember 2025 von Amazon, wo er acht Jahre als Finance Director des europäischen Marketplace-Geschäfts tätig war.
Die Aktie notiert aktuell rund 70 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 136,20 Euro. Den nächsten konkreten Einblick in die Geschäftsentwicklung liefert der Quartalsbericht am 6. Mai 2026 — dann wird sich zeigen, ob das Margenziel für 2026 auf Kurs liegt.
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