Redcare Pharmacy wächst beim Umsatz rasant, doch das reicht den Anlegern derzeit nicht. Die jüngsten Jahreszahlen und vor allem die Prognose für 2026 offenbaren ein klares Problem bei der Profitabilität. Während die Erlöse durch das E-Rezept sprudeln, verschieben sich die mittelfristigen Margenziele deutlich nach hinten.
Starkes Wachstum, schwache Marge
Auf den ersten Blick lesen sich die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 hervorragend. Der Konzernumsatz kletterte um gut 24 Prozent auf 2,94 Milliarden Euro, stark angetrieben durch den rezeptpflichtigen Bereich. Allein das E-Rezept in Deutschland sorgte für eine beinahe Verdopplung der dortigen Erlöse auf 503 Millionen Euro.
Doch das starke Umsatzwachstum kaschiert eine Schwäche bei der Profitabilität. Das bereinigte EBITDA stieg zwar auf 57,4 Millionen Euro, lag damit aber nur am unteren Ende der unternehmenseigenen Prognose und spürbar unter den Markterwartungen von gut 61 Millionen Euro.
Verschobene Ziele verunsichern
Verantwortlich für den massiven Kursrutsch der vergangenen Tage war jedoch vor allem der Blick in die Zukunft. Für 2026 peilt das Management ein Umsatzwachstum von lediglich 13 bis 15 Prozent sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent an. Beide Werte verfehlten die Prognosen der Analysten deutlich.
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Zusätzlich belastete eine Neujustierung der Margenziele die Stimmung. Das bisherige Ziel einer Marge von über 8 Prozent wurde zeitlich in die Zukunft verschoben und durch ein neues mittelfristiges Zwischenziel von über 5 Prozent ersetzt. Warum dieser Schritt? CFO Hendrik Krampe verwies auf einen klar definierten Stufenplan, bei dem geringere Marketingkosten und Einsparungen durch Automatisierung zunächst die 5-Prozent-Marke sichern sollen, bevor das ursprüngliche, langfristige Renditeziel greift.
Geduld der Anleger ist erschöpft
Der Markt reagierte auf diese zeitliche Streckung der Profitabilität und das schwächere Wachstumsumfeld bei nicht-rezeptpflichtigen Medikamenten extrem sensibel. Nach einem Einbruch von über 30 Prozent allein in den vergangenen sieben Tagen rutschte das Papier heute auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 41,86 Euro ab. Auf Jahressicht beläuft sich der Verlust für Aktionäre damit mittlerweile auf knapp 66 Prozent.
Die kommenden Monate stehen für den Online-Apothekenkonzern nun im Zeichen der operativen Umsetzung. Die Jahre 2025 und 2026 gelten noch als Phasen hoher Investitionen in Logistik und Technologieausbau, danach sollen sich die Kapitalausgaben laut Unternehmensführung bei etwa zwei Prozent des Umsatzes normalisieren. Ob die ersten Maßnahmen zur Margenverbesserung greifen, wird sich spätestens am 6. Mai 2026 zeigen, wenn Redcare Pharmacy die Zahlen für das erste Quartal präsentiert.
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