Redcare Pharmacy steht vor einem wichtigen Moment: Anfang März liefert der Konzern mit dem Geschäftsbericht 2025 nicht nur die finalen Zahlen, sondern auch den ersten Ausblick auf 2026. Zuvor gab es in Deutschland Rückenwind beim E-Rezept – einem zentralen Wachstumstreiber. Doch wie stabil ist das Fundament, wenn das Geschäft ohne Rezept zuletzt hinter den Erwartungen blieb?
E‑Rezept: Übergang wirkt abgesichert
Ende Januar hat Redcare die Veröffentlichung von Entwurfs-Spezifikationen der Digitalagentur gematik für das PoPP‑Modul („Proof of Patient Presence“) begrüßt. Der Punkt dahinter ist entscheidend: Die Vorgaben decken auch Telemedizin- bzw. Remote‑Care‑Fälle ab – inklusive der digitalen Einlösung von E‑Rezepten.
Nach Angaben des Unternehmens bestätigen die Entwürfe, dass die E‑Rezept-Einlösung weiterhin „smooth“ und mit niedriger Hürde über die Shop‑Apotheke‑App möglich bleibt. Für den Übergang ist zudem wichtig: Die CardLink‑Lizenzverlängerung gilt laut Redcare bis zum 31. Januar 2027. Damit bleibt Zeit, technisch sauber auf PoPP umzustellen.
Der offizielle Rollout von PoPP Stufe 2 („Online Check‑in“) ist für Ende 2026 geplant. Redcare will die technische Umsetzung in der App nach Veröffentlichung der finalen Spezifikationen abschließen, die im ersten Quartal 2026 erwartet werden.
Vorläufige Zahlen: Rx stark, Non‑Rx schwächer
Bereits am 7. Januar legte Redcare vorläufige Umsatzdaten vor. Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz auf 794 Mio. Euro (+18% zum Vorjahr). Auf Jahressicht kamen 2,9 Mrd. Euro zusammen (+24% gegenüber 2024).
Auffällig ist die Dynamik im deutschen Rezeptgeschäft (Rx):
- Q4 2025 Rx Deutschland: 155 Mio. Euro (+60% YoY)
- Gesamtjahr 2025 Rx Deutschland: 503 Mio. Euro (+98% gegenüber 2024)
- Rx DACH gesamt: 1 Mrd. Euro (Gesamtjahr 2025)
Auf der anderen Seite stand das Geschäft ohne Rezept (Non‑Rx): Zwar wuchs es im Q4 um 9% auf 483 Mio. Euro und im Gesamtjahr um 15% auf 1,9 Mrd. Euro. Laut Quelle lag die Non‑Rx-Entwicklung jedoch rund 9% unter dem Unternehmens‑Konsens – ein Dämpfer, weil Non‑Rx typischerweise einen großen Teil des Volumens liefert.
Beim Kundenstamm meldete Redcare 13,9 Mio. aktive Kunden (plus 1,4 Mio. im Jahresvergleich). Der Net Promoter Score lag im Q4 bei 74, was auf hohe Zufriedenheit hindeutet.
Der nächste Termin: Geschäftsbericht am 4. März
Der nächste klare Kurstreiber ist der Geschäftsbericht 2025 am 4. März 2026. Dann kommt neben den finalen Jahreszahlen auch der erste Ausblick auf 2026. Gleichzeitig bekräftigte das Unternehmen die Zielspanne für die adjustierte EBITDA‑Marge 2025 von 2% bis 2,5%.
An der Börse zeigt sich zuletzt eine Gegenbewegung: In den vergangenen sieben Tagen legte die Aktie 11,68% zu, liegt auf 12‑Monats‑Sicht aber weiterhin deutlich im Minus (-46,19%). Am 4. März dürfte vor allem zählen, ob der 2026‑Ausblick das starke Rx‑Momentum bestätigt – und wie Redcare das Non‑Rx‑Geschäft wieder näher an die Markterwartungen heranführen will.
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