Redcare Pharmacy Aktie: Prognose-Frust trotz Marge!
Im dritten Quartal 2026 wuchsen Umsatz und bereinigtes EBITDA; die Prognose für das Gesamtjahr blieb unverändert.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsumsatz steigt um 18 Prozent
- Bereinigtes EBITDA wächst um 68 Prozent
- Jahresprognose für 2026 bestätigt
- Mehr als 15 Millionen aktive Kunden
Bei Redcare Pharmacy treffen steigende Erträge auf Sorgen um das kurzfristige Umsatztempo. Medienberichten zufolge belasteten ein verhaltenerer kurzfristiger Umsatzausblick und anhaltender Wettbewerbsdruck die Aktie nach den Quartalszahlen vor gut einer Woche. Dabei legten die Erlöse mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland um 56 Prozent zu.
Profitabilität steigt, Jahresziele bleiben unverändert
Redcare Pharmacy meldete vor gut einer Woche für das dritte Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 847 Millionen EUR. Das entsprach einem Wachstum von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Noch stärker stieg das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen: Es erhöhte sich nach Unternehmensangaben um 68 Prozent auf 28,7 Millionen EUR. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich um einen Prozentpunkt und erreichte 3,4 Prozent.
Trotz dieser Entwicklung hob Redcare Pharmacy die Jahresprognose nicht an, sondern bestätigte sie mit den Quartalszahlen vor gut einer Woche. Für 2026 erwartet das Unternehmen weiterhin ein Umsatzwachstum von 16 bis 18 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge soll zwischen 2,5 und 3,0 Prozent liegen.
Damit lag die im dritten Quartal erreichte Marge über der für das Gesamtjahr angestrebten Spanne. Das gemeldete Umsatzwachstum erreichte zugleich deren oberes Ende; die Jahresziele bleiben jedoch Erwartungen und sind keine abgeschlossenen Geschäftsergebnisse.
Kundenbasis und Wiederbestellungen als Geschäftskontext
Zum operativen Bild gehört auch die von Redcare Pharmacy gemeldete Kundenbasis von mehr als 15 Millionen aktiven Kunden in Europa. Nach Unternehmensangaben überstieg die Wiederbestellquote im dritten Quartal 2026 die Marke von 90 Prozent. Beide Angaben ergänzen die Wachstumszahlen um den Umfang der Kundenbasis und die Häufigkeit erneuter Bestellungen.
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