Redcare Pharmacy hat die eigenen Wachstumsziele für 2025 knapp verfehlt, was Anleger und Analysten gleichermaßen beschäftigt. Während das Geschäft mit E-Rezepten floriert, bremste eine unerwartete Schwäche bei rezeptfreien Medikamenten die Dynamik im vierten Quartal. Die Deutsche Bank reagierte zum Wochenausklang mit einer Anpassung des Kursziels, sieht aber weiterhin erhebliches Potenzial.
Analysten halten an Kaufempfehlung fest
Am Freitagmorgen senkte Deutsche Bank Research das Kursziel für die Online-Apotheke von 214 Euro auf 200 Euro, bestätigte jedoch die Einstufung auf „Buy“. Diese Anpassung ist eine direkte Reaktion auf die vorläufigen Geschäftszahlen, die bereits in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden und für Unruhe gesorgt hatten. Trotz der Senkung signalisieren die Analysten weiterhin Zuversicht: Mit einem Schlusskurs von 66,45 Euro am Freitag impliziert das neue Ziel immer noch ein massives Aufwärtspotenzial für den Titel, der auf Jahressicht rund 42 Prozent an Wert verloren hat.
Diskrepanz im Wachstum
Der Grund für die Zurückhaltung liegt in den Details der Bilanz. Zwar stieg der Jahresumsatz 2025 um 24 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, das interne Ziel von 25 Prozent Wachstum wurde damit jedoch knapp verfehlt. Besonders das vierte Quartal enttäuschte mit einem Umsatzplus von lediglich 18 Prozent, was unter den Erwartungen des Marktes lag.
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Dabei zeigt sich eine deutliche Zweiteilung der Geschäftsfelder:
* Stärke beim E-Rezept: Das Segment verschreibungspflichtiger Medikamente (Rx) in Deutschland boomt. Dank der erfolgreichen E-Rezept-Einführung verdoppelte sich der Umsatz hier nahezu auf 503 Millionen Euro.
* Schwäche im Kerngeschäft: Das Geschäft mit rezeptfreien Mitteln (Non-Rx) verlor hingegen im vierten Quartal überraschend an Fahrt. Analysten werten diese Abkühlung mitten in der Grippesaison als negative Überraschung.
Auch andere Häuser wie Barclays und Jefferies bezeichneten die Zahlen als durchwachsen, verwiesen aber ebenfalls auf die intakte Wachstumsstory im Verschreibungsbereich.
Ausblick auf März
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 4. März 2026. An diesem Datum wird das Unternehmen den vollständigen Geschäftsbericht vorlegen. Das Management steht dann in der Pflicht, nicht nur detaillierte Aussagen zur Profitabilität zu treffen, sondern auch eine Strategie zu präsentieren, wie die Dynamik im wichtigen Bereich der rezeptfreien Medikamente wiederhergestellt werden kann.
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