Redwood AI Aktie: 64 Prozent Minus im Monat

Trotz PR-Kampagne mit Stanford-Experte fällt Redwood AI-Aktie weiter. Anleger fordern konkrete Geschäftszahlen statt Marketing.

Andreas Sommer ·
Redwood AI Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Bezahlte PR statt Pflichtmeldung
  • Stanford-Professor als Berater engagiert
  • Aktie verliert 64 Prozent seit Mai
  • Dünner Handel auf mehreren Börsenplätzen

Redwood AI rührt kräftig die Werbetrommel für seine Software. Der Markt reagiert jedoch unterkühlt. Nach einem massiven Kurssturz verlangen Anleger handfeste Zahlen statt bezahlter Pressemitteilungen.

Marketing statt Börsenmeldung

Am 22. Juni zirkulierte ein Update über Finanzportale. Redwood AI entwickelt ein neues Modul zur chemischen Risikobewertung. Als wissenschaftlichen Berater holte das Unternehmen den Stanford-Professor Dr. Noah Burns an Bord. Das Detail liegt in der Form. Die Mitteilung war eine bezahlte Werbeplatzierung, keine offizielle Börsenmeldung. Das weckt Skepsis.

Tiefer Fall seit Mai

Der Hintergrund für die PR-Aktion ist ein drastischer Abwärtstrend. Im vergangenen Monat verlor das Papier rund 64 Prozent an Wert. Ende Mai markierte der Kurs noch ein Hoch von 7,74 Kanadischen Dollar.

Inzwischen hat sich das Bild gewandelt. Am 23. Juni schloss die Aktie in Kanada bei lediglich 2,80 Dollar. Das Handelsvolumen blieb mit 7.300 gehandelten Papieren äußerst dünn.

Dünner Handel erschwert Bewertung

Auch in Deutschland zeigt sich ein zersplittertes Bild. Auf Tradegate notierte Redwood AI am Mittwochvormittag bei 1,85 Euro. Das Tagesvolumen lag bei knapp 25.000 Aktien. Die Marktkapitalisierung des Software-Entwicklers beläuft sich damit auf rund 62 Millionen Euro. Die Preisfindung hängt stark vom jeweiligen Handelsplatz ab.

Die reine Ankündigung neuer Software-Funktionen reicht dem Markt offensichtlich nicht mehr. Die jüngste Mitteilung enthielt weder Umsatzprognosen noch unterschriebene Kundenverträge. Um den Abwärtstrend nachhaltig zu stoppen, muss Redwood AI handfeste kommerzielle Erfolge vorweisen. Bis dahin bleibt das Papier ein hochvolatiler Titel mit geringer Liquidität.

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