Renk Aktie: 691-Millionen-Dollar-Vertrag mit US-Armee
Rüstungskonzern Renk sichert sich US-Auftrag über 691 Millionen Dollar. Geopolitische Spannungen beflügeln die Aktie, die dennoch im Minus bleibt.

Kurz zusammengefasst
- US-Militär vergibt Fünfjahresvertrag
- Auftragsvolumen von 691 Millionen Dollar
- Getriebe für Bradley-Panzer und Mehrzweckfahrzeuge
- Aktie steigt um 3,26 Prozent
Erst der Absturz auf ein neues Jahrestief, dann der plötzliche Umschwung. Die Renk Group meldet einen gewaltigen Auftrag aus den USA. Parallel dazu eskaliert die Lage im Nahen Osten. Das treibt den Aktienkurs des Getriebeherstellers zum Wochenschluss spürbar an.
Das US-Militär sichert sich langfristig Nachschub. Das Army Contracting Command vergab einen Fünfjahresvertrag an die Tochtergesellschaft RENK America. Der Rahmenvertrag umfasst ein Volumen von bis zu 691 Millionen Dollar. Das Werk in Michigan produziert dafür Getriebesysteme für Bradley-Schützenpanzer und gepanzerte Mehrzweckfahrzeuge.
Für den Konzern ist der Abschluss ein entscheidender Schritt. Es ist bereits der vierte Mehrjahresvertrag in Folge für diese Technologie. Bislang lieferte Renk Tausende Getriebe dieser Bauart aus. Gemessen am vergangenen Jahresumsatz von rund 1,4 Milliarden Euro fällt das neue Auftragsvolumen stark ins Gewicht.
Eskalation am Golf treibt Rüstungswerte
Die Auftragsmeldung trifft auf ein hochgradig nervöses Marktumfeld. Am Freitag flogen US-Luftschläge gegen iranische Raketenlager und Radaranlagen. Die Aktion war eine direkte Reaktion auf Drohnenangriffe im Persischen Golf. Kurz darauf meldeten iranische Revolutionsgarden Gegenangriffe auf amerikanische Standorte.
In diesem spannungsgeladenen Umfeld griffen Investoren bei Rüstungsaktien zu. Das Renk-Papier beendete den Freitagshandel mit einem Plus von 3,26 Prozent bei 42,72 Euro. Damit löst sich der Kurs etwas von seinem jüngsten Jahrestief.
Weiter Weg zur Erholung
Trotz des jüngsten Kursanstiegs bleibt die mittelfristige Bilanz tiefrot. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf rund 23 Prozent. Der Abstand zur langfristigen Durchschnittslinie fällt mit fast 25 Prozent massiv aus. Die Aktie muss in der kommenden Handelswoche beweisen, ob die Marke von 40,41 Euro als nachhaltiger Boden trägt.
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