Renk Aktie: 7,36 Prozent Crash nach Rheinmetall-Schock
Trotz Rekordaufträgen und steigender Marge verliert die Renk-Aktie massiv an Wert. Auslöser sind externe Faktoren wie ein gescheitertes Marineprojekt und der bevorstehende Börsengang von KNDS.

Kurz zusammengefasst
- Kurs rutscht um über sieben Prozent
- Externer Schock durch Rheinmetall-Nachricht
- KNDS-Börsengang verstärkt Verkaufsdruck
- Operativ bester Jahresauftakt der Geschichte
Starke Zahlen, abstürzende Kurse. Bei Renk klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Die Aktie verliert massiv an Wert und nähert sich gefährlich dem Jahrestief. Der Auslöser für den Crash kommt dabei gar nicht aus dem eigenen Haus.
Rheinmetall-Schock zieht Kreise
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat ein großes Marine-Projekt zum Bau von Fregatten offenbar beendet. Stattdessen kauft der Bund kleinere Schiffe der Konkurrenz TKMS. Diese Nachricht schickt die Rheinmetall-Aktie am Mittwoch auf Talfahrt. Der Schock zieht den gesamten europäischen Rüstungssektor mit nach unten. Der Renk-Kurs bricht um 7,36 Prozent auf 42,52 Euro ein.
Ein weiterer Faktor verstärkt den Verkaufsdruck. Der Rüstungskonzern KNDS bereitet aktuell seinen Börsengang vor. Marktbeobachter gehen von größeren Umschichtungen aus. Investoren machen offenbar Liquidität für das neue Papier frei. Sie verkaufen dafür bestehende Positionen bei Hensoldt, Leonardo oder eben Renk. Die Folge: ein breiter Ausverkauf.
Operative Stärke verpufft
Dabei glänzt das Unternehmen im Tagesgeschäft. Renk verzeichnete im ersten Quartal den besten Jahresauftakt der Firmengeschichte. Der Auftragseingang stieg auf gut 582 Millionen Euro. Der Gesamtauftragsbestand wuchs auf 6,9 Milliarden Euro. Auch das operative Ergebnis legte deutlich zu. Die bereinigte Gewinnmarge kletterte auf 15 Prozent. Das Management bestätigte passend dazu die Jahresprognose.
Die Börse ignoriert diese Stärke derzeit komplett. Seit Jahresanfang hat das Papier knapp 23 Prozent an Wert verloren. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt mittlerweile mehr als 25 Prozent. Nun rückt eine entscheidende Marke in den Fokus. Fällt der Kurs unter das Jahrestief von 42,12 Euro, drohen weitere technische Anschlussverkäufe.
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