Renk Aktie: Analysten uneins

Der Rüstungszulieferer Renk sieht sich widersprüchlichen Analystenmeinungen gegenüber, während die US-Expansion mit hohen Auftragseingängen überzeugt. Das Management stellt sich in Frankfurt vor.

Kurz zusammengefasst:
  • Analysten bewerten Renk zwischen Verkauf und Kauf
  • US-Tochter mit Auftragseingang über 500 Millionen Dollar
  • Konsenskursziel liegt bei über 67 Euro
  • Präsentation in Frankfurt als wichtiger Termin

Die Renk Group startet kontrovers in die Woche: Während mwb research das Papier des Rüstungszulieferers am Wochenende auf „Sell“ herabstufte, sieht Berenberg weiterhin Potenzial von über 20 Prozent. Am Dienstag präsentiert sich das Management auf der UniCredit German Corporate Conference in Frankfurt – eine Gelegenheit, die Skeptiker zu überzeugen.

Die wichtigsten Fakten:
– mwb research stuft auf „Sell“ herab
– Berenberg hält Kursziel von 76 Euro (Aufwärtspotenzial: ~24,6%)
– US-Tochter Renk America: Auftragseingang 2025 über 500 Mio. USD
– Analystenkonsens: Durchschnittliches Kursziel 67,23 Euro
– Management-Präsentation am 20. Januar in Frankfurt

Renk

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Bullisches Lager dominiert weiterhin

Trotz der negativen Einschätzung von mwb research bleibt die Mehrheit der Analysten positiv gestimmt. Berenberg verortet das Kursziel bei 76 Euro, auch Deutsche Bank („Buy“) und JP Morgan („Overweight“) empfehlen den Titel. Der Konsens liegt bei 67,23 Euro – das impliziert etwa 8 Prozent Aufwärtspotenzial zum aktuellen Niveau um 62 Euro.

Hauptargument der Optimisten: Die US-Expansion trägt Früchte. Renk America verbuchte 2025 einen Auftragseingang von über 500 Millionen Dollar. Bis 2030 strebt der Konzern einen Umsatzanstieg auf 2,8 bis 3,2 Milliarden Euro an.

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Bewertung im Sektor-Vergleich

Im deutschen Rüstungssektor sehen Analysten für 2026 bei Rheinmetall das höchste durchschnittliche Aufwärtspotenzial (+31%), gefolgt von Hensoldt (+29%) und Renk (+24,6%). Das geschätzte KGV für 2026 liegt bei 35,36 – ambitioniert, aber gerechtfertigt durch die Wachstumsperspektive, argumentieren Befürworter.

Interessant: Bewertungsmodelle ermitteln einen „Fair Value“ von 89,60 Euro. Die Diskrepanz zum aktuellen Kurs deutet darauf hin, dass der Markt entweder die Wachstumsstory noch nicht vollständig einpreist – oder die von mwb betonten Risiken stärker gewichtet.

Frankfurt als Weichenstellung

Die Präsentation am Dienstag könnte Klarheit bringen. Investoren achten besonders auf Aussagen zur Margenentwicklung und zum Auftragsbestand, der branchenweit auf Rekordniveau liegt. Technisch muss die Aktie die Zone um 62 Euro verteidigen, um das Momentum vom Freitag (+2,18% auf Xetra) nicht zu gefährden.

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