Renk Aktie: Dr. Klaus Richter als Aufsichtsratschef vorgeschlagen
Renk schlägt Dr. Klaus Richter für den Aufsichtsratsvorsitz vor. Der Wechsel erfolgt bei Rekordumsatz und hohem Auftragsbestand.

Kurz zusammengefasst
- Claus von Hermann legt Amt nieder
- Dr. Klaus Richter als Nachfolger vorgeschlagen
- Umsatz stieg 2025 um knapp 20 Prozent
- Auftragsbestand von 6,9 Milliarden Euro
Beim Rüstungszulieferer Renk steht ein Führungswechsel an der Spitze des Kontrollgremiums an. Aufsichtsratschef Claus von Hermann legt sein Amt auf eigenen Wunsch nieder — und das ausgerechnet in einer Phase, in der das operative Geschäft so stark läuft wie selten zuvor.
Wechsel auf eigenen Wunsch
Von Hermann begleitet Renk seit dem Börsengang 2024, gibt seinen Posten aber zur Hauptversammlung am 10. Juni ab. Als Nachfolger schlägt der Vorstand Dr. Klaus Richter vor, der mehr als 30 Jahre Erfahrung aus Verteidigung, Luftfahrt und Automobil mitbringt. Wird Richter gewählt, soll er den Vorsitz unmittelbar übernehmen.
Zahlen liefern Rückenwind
Der Wechsel trifft auf ein Unternehmen in starker Verfassung. Im Geschäftsjahr 2025 kletterte der Umsatz um knapp 20 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, der Auftragseingang erreichte mit 1,57 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. Das bereinigte EBIT stieg um 21,7 Prozent auf 230 Millionen Euro — eine Marge von 16,9 Prozent.
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Der Auftragsbestand zum Ende des ersten Quartals 2026 beläuft sich auf 6,9 Milliarden Euro, davon rund 2,6 Milliarden Euro fest. Mehr als 90 Prozent des für 2026 geplanten Umsatzes sind bereits vertraglich gesichert — eine ungewöhnlich hohe Planbarkeit für einen Industriekonzern.
Aktie erholt sich, bleibt aber unter Druck
Die Renk-Aktie notiert aktuell bei 52,47 Euro und damit rund 19 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief vom 13. Mai. Im Zwölf-Monats-Vergleich liegt das Papier allerdings noch immer knapp 29 Prozent im Minus — das Hoch von 88,73 Euro aus dem Oktober 2025 ist weit entfernt.
Ob Dr. Richter das Vertrauen der Hauptversammlung erhält und welchen Kurs er im Aufsichtsrat einschlägt, wird sich am 10. Juni zeigen. Die starken Fundamentaldaten dürften ihm dabei einen komfortablen Einstieg verschaffen.
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