Renk Aktie: IPO-Schub

Die Renk-Aktie profitiert vom erfolgreichen IPO der tschechischen Czechoslovak Group und gewinnt deutlich. Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial, bewerten den Titel jedoch unterschiedlich.

Kurz zusammengefasst:
  • Kursanstieg nach starkem IPO eines Rüstungskonzerns
  • Analysten sehen Potenzial bis zu 72 Euro
  • Langfristige NATO-Aufträge als Fundament
  • Aktie nähert sich wichtiger 60-Euro-Marke

Ein erfolgreicher Börsengang in Amsterdam bringt neuen Schwung in den europäischen Rüstungssektor – und Renk gleich mit nach oben. Nach vorherigen Gewinnmitnahmen dreht die Aktie wieder nach oben und tastet sich an eine wichtige Kursmarke heran. Entscheidend ist nun, ob der frische Rückenwind aus dem Sektor reicht, um den jüngsten Aufwärtstrend zu stabilisieren.

IPO als Katalysator für den Sektor

Am Freitag schloss die Renk-Aktie bei 59,46 Euro und legte damit im Tagesverlauf um 4,55 % zu. Damit bewegt sich der Titel erneut nahe der runden 60-Euro-Marke, nachdem zuvor eine Phase deutlicher Gewinnmitnahmen den Kurs belastet hatte.

Renk

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Auslöser für den Umschwung war nicht eine unternehmensspezifische Nachricht, sondern der Börsengang der tschechischen Rüstungsholding Czechoslovak Group (CSG) in Amsterdam. Deren Aktien stiegen zum Handelsstart um bis zu 32 % auf 33 Euro. Die starke Nachfrage – das IPO war laut Marktangaben rund 14-fach überzeichnet – signalisiert, dass institutionelle Investoren Verteidigungswerte weiterhin klar nachfragen.

Dieses Signal wirkte unmittelbar auf den gesamten Sektor. Neben Schwergewichten wie Rheinmetall und Hensoldt profitierte auch Renk, die als Zulieferer unter anderem Getriebe für Panzer und Marineschiffe liefert. Nach einigen Tagen der Verunsicherung im Umfeld geopolitischer Schlagzeilen drehte die Stimmung damit wieder deutlich ins Positive.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Schlusskurs Freitag: 59,46 Euro
  • Tagesplus Freitag: 4,55 %
  • Performance 30 Tage: +13,04 %
  • Performance 12 Monate: +163,10 %
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch (88,73 Euro): rund -33 %

Damit bleibt Renk trotz des jüngsten Anstiegs klar unter dem Rekordniveau der vergangenen Monate, was am Markt als Hinweis auf vorhandenes Aufholpotenzial gesehen wird.

Analysten mit überwiegend positivem Bild

Auf Analystenseite überwiegen weiterhin konstruktive Einschätzungen, auch wenn nicht alle Häuser auf der Käuferseite stehen.

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Goldman Sachs bestätigte Mitte Januar sein „Neutral“-Votum, sieht den fairen Wert der Aktie aber bei 70 Euro. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau entspräche das einem mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Aufwärtsspielraum. Die Deutsche Bank ist noch zuversichtlicher und stuft den Titel mit „Buy“ ein, bei einem Kursziel von 72 Euro.

Im Durchschnitt taxieren Analysten den fairen Wert aktuell bei 66,19 Euro. Das entspricht einem Potenzial von gut 11 % gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag. Kritischer zeigt sich hingegen mwb research: Dort lautet die Einstufung „Sell“, das Kursziel wurde von 55 auf 53 Euro gesenkt. Begründet wird dies mit einer bereits ambitionierten Bewertung und Gegenwind aus dem industriellen Umfeld.

In Summe ergibt sich ein Bild, in dem die Mehrheit der Häuser weiteres Potenzial sieht, die Bandbreite der Kursziele aber verdeutlicht, dass die Bewertung zunehmend stärker diskutiert wird.

Sektorumfeld bleibt sensibel

Der Rüstungssektor bewegt sich in einem Spannungsfeld aus geopolitischen Risiken und diplomatischen Initiativen. Auf der einen Seite stehen angekündigte Budgeterhöhungen – etwa der Vorstoß zur Ausweitung des US-Verteidigungsetats – auf der anderen Seite dämpfen Friedensgespräche, wie zuletzt zur Ukraine in Abu Dhabi, zeitweise die Risikobereitschaft.

Die Kursreaktion auf das CSG-IPO zeigt jedoch, wie stark konkrete Marktsignale die Stimmung drehen können. Sobald robuste Nachfrage nach neuen Verteidigungswerten sichtbar wird, kehren Käufer schnell zurück. Renk profitiert dabei von seiner Rolle in langfristigen Beschaffungsprogrammen der NATO-Staaten, die weniger von tagesaktuellen Meldungen und eher von mehrjährigen Investitionsentscheidungen geprägt sind.

Charttechnisch ist der Titel nach der Rally der vergangenen zwölf Monate (rund +163 %) zwar deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 22,39 Euro positioniert, liegt mit knapp 33 % Abstand aber merklich unter dem Hoch bei 88,73 Euro. Der aktuelle Kurs notiert leicht oberhalb des 50-Tage-Durchschnitts, jedoch unter den längerfristigen gleitenden Durchschnitten (100 und 200 Tage), was die konsolidierende Phase der vergangenen Monate widerspiegelt. Der RSI um 61 Punkte signalisiert dabei keinen überhitzten Bereich.

Ausblick: 60-Euro-Marke im Fokus

Für die kommende Woche richtet sich der Blick vor allem auf die 60-Euro-Marke. Gelingt ein stabiler Ausbruch darüber und kann sich der Kurs oberhalb des kurzfristigen Durchschnitts etablieren, wäre der Weg in Richtung der genannten Analystenziele zwischen 66 und 72 Euro zumindest technisch wieder klarer. Scheitert der Kurs hingegen mehrfach an dieser Zone, dürfte sich die Konsolidierung nach der starken 12-Monats-Performance weiter fortsetzen.

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