Renk Aktie: Millionen-Deal!

Der Antriebsspezialist Renk erhält einen zweistelligen Millionenauftrag für Wartung militärischer Fahrzeugflotten bis 2028 und bestätigt seine Jahresziele trotz volatiler Aktienentwicklung.

Kurz zusammengefasst:
  • Servicevertrag im hohen zweistelligen Millionenbereich
  • Langfristige Betreuung bis zum Jahr 2028
  • Sofortige Umsatzwirkung noch im laufenden Jahr
  • Rekord-Auftragsbestand stützt Jahresprognose

Ein osteuropäischer Staat sichert sich langfristige Unterstützung für seine militärischen Fahrzeugflotten – und der Augsburger Antriebsspezialist Renk kassiert dafür einen Auftrag im hohen zweistelligen Millionenbereich. Während viele Rüstungsfirmen auf Neugeschäft setzen, zeigt Renk mit diesem Service-Vertrag bis 2028 eine andere Strategie: Lukrative Wartung statt reiner Hardware-Verkäufe. Doch kann dieser Deal die zuletzt schwächelnde Aktie nachhaltig stabilisieren?

Osteuropa im Fokus: Service statt Stückzahlen

Der frisch unterzeichnete „Service Support Agreement“ markiert einen strategischen Schwenk. Statt nur Panzergetriebe zu verkaufen, übernimmt Renk nun die langfristige Betreuung kompletter militärischer Plattformen – von Kampfpanzern über Schützenpanzer bis zu geschützten Transportfahrzeugen.

Die Eckdaten des Deals:

  • Vertragsvolumen im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich
  • Laufzeit bis 2028 mit sofortiger Umsatzwirkung noch 2025
  • Umfasst Ersatzgetriebe, Motoren und komplette MRO-Services (Wartung, Reparatur, Überholung)
  • Technische Abdeckung: HSWL194/284/354-Getriebe sowie AVDS-Motoren
  • Einbindung der Tochter Horstman Group für Fahrwerkssysteme

Vorstandschef Alexander Sagel betont die „kurzfristige strategische Relevanz“ der Osteuropa-Region. Zwischen den Zeilen liest sich: Angesichts der geopolitischen Lage boomt die Nachfrage nach militärischer Instandhaltung – und Renk will sich diesen wachsenden Markt sichern.

Warum Aftermarket das bessere Geschäft ist

In der Verteidigungsindustrie gilt eine Faustregel: Service-Verträge werfen oft höhere Margen ab als der Erstverkauf. Der Grund liegt auf der Hand – ein einmal geliefertes Getriebe benötigt jahrzehntelang Ersatzteile, Wartung und Expertise. Diese wiederkehrenden Einnahmen sind planbar und binden Kunden langfristig.

Für Renk kommt ein weiterer Vorteil hinzu: Die Lokalisierung. Durch den Aufbau von Service-Strukturen vor Ort entsteht eine engere Kundenbindung. Der osteuropäische Partner wird faktisch abhängig von Renks Know-how – ein strategischer Burggraben, den Wettbewerber nur schwer durchbrechen können.

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Rekord-Auftragsbestand stützt 2025er-Ziele

Der neue Vertrag fügt sich nahtlos in das bestehende Wachstumsnarrativ ein. Renk bestätigte zuletzt seine Jahresprognose:

  • Umsatz über 1,3 Milliarden Euro
  • Bereinigtes EBIT zwischen 210 und 235 Millionen Euro

Besonders bemerkenswert: Die US-Tochter Renk America allein verbuchte 2025 bereits über 500 Millionen US-Dollar Auftragseingang. Der Gesamtkonzern sitzt auf einem Rekord-Auftragsbestand, der Planungssicherheit bis weit ins kommende Jahr schafft.

Die Tatsache, dass erste Lieferungen aus dem Osteuropa-Deal noch im laufenden Jahr erfolgen, sorgt für unmittelbare Umsatzeffekte. Kein theoretisches Zukunftsversprechen also, sondern sofort wirksame Zahlen in den Bilanzen des vierten Quartals.

Aktie sucht nach Boden bei 50 Euro

Nach volatilen Wochen pendelt sich die Renk Aktie aktuell um die 50-Euro-Marke ein. Marktbeobachter werten den Großauftrag als „Befreiungsschlag“ – ein Signal, dass die europäische Rüstungsnachfrage robust bleibt. Trotz beeindruckender Jahresperformance von über 150 Prozent liegt der Kurs deutlich unter dem Oktoberhoch von 88,73 Euro.

Die Frage bleibt: Reicht ein Service-Vertrag, um den Abwärtstrend zu stoppen? Immerhin zeigt der RSI von 61,2 noch keine Überhitzung, während die hohe Volatilität von knapp 54 Prozent die Nervosität der Anleger widerspiegelt. Der Deal mit dem osteuropäischen Staat könnte jedoch der Startschuss für eine ganze Serie lukrativer Aftermarket-Abschlüsse sein – und damit den Grundstein für eine nachhaltige Kurserholung legen.

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