Der Augsburger Antriebsspezialist präsentiert sich operativ in Bestform: Rekordaufträge, boomende US-Geschäfte, Investitionen in Milliardenhöhe. Doch die Aktie hat seit Oktober über 35 Prozent verloren. Der Grund: Friedenshoffnungen im Ukraine-Konflikt belasten die gesamte Rüstungsbranche. Am 5. März liefert RENK mit den Jahreszahlen 2025 die entscheidenden Argumente für oder gegen die aktuelle Bewertung.
Operative Stärke: Die Zahlen sprechen für sich
In den ersten neun Monaten 2025 legte der Konzern beeindruckende Wachstumsraten vor. Der Umsatz kletterte um 19,2 Prozent auf 928 Millionen Euro, der Auftragseingang schnellte um 45,2 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro nach oben. Das bereinigte EBIT verbesserte sich um 25,5 Prozent auf 141 Millionen Euro.
Besonders stark entwickelte sich das Segment Vehicle Mobility Solutions, das unter anderem Getriebe für den Leopard 2-Kampfpanzer fertigt. Hier stieg der Umsatz um knapp 25 Prozent auf 579 Millionen Euro, während das bereinigte EBIT um 36,2 Prozent auf 105 Millionen Euro zulegte. Die Segmentmarge erreichte damit 18,1 Prozent.
Der Auftragsbestand markierte mit 6,4 Milliarden Euro einen neuen Rekord – und sichert die Umsätze der kommenden Jahre weitgehend ab.
US-Offensive nimmt Fahrt auf
Das Geschäft in den Vereinigten Staaten entwickelt sich zum zentralen Wachstumstreiber. RENK America sicherte sich Aufträge im Wert von mehr als 50 Millionen Dollar, die sich über Ende 2025 und die ersten Wochen 2026 verteilen. Darunter ein 25-Millionen-Dollar-Kontrakt zur beschleunigten Instandhaltung und Modernisierung kritischer Plattformen.
Anfang 2026 folgten weitere Bestellungen: 18 Millionen Dollar für Panzermotor-Ersatzteile sowie kombiniert 9 Millionen Dollar für Feldservice-Support und internationale Ersatzteile. Parallel investiert der Konzern bis 2030 insgesamt 150 Millionen Dollar in Kapitalausgaben und Forschung in Michigan – und schafft dort bis zu 270 neue Arbeitsplätze.
Heimatstandort im Fokus
Auch in Deutschland setzt RENK auf Expansion. Als Mitglied der branchenübergreifenden „Made for Germany“-Initiative plant das Unternehmen Investitionen von bis zu 325 Millionen Euro bis 2028 in Innovation, Digitalisierung und Kapazitätserweiterung am Standort Augsburg.
Geopolitik belastet trotz Rekordauftragslage
Während die operativen Daten für sich sprechen, drücken Entspannungssignale im Ukraine-Konflikt auf den Kurs. Berichte über mögliche Friedensgespräche in Genf lösten zuletzt Schwankungen bei europäischen Rüstungswerten aus. Ein ähnliches Muster hatte sich bereits im November 2025 gezeigt, als Fortschritte in Verhandlungen spürbare Rücksetzer verursachten.
Die RENK-Aktie notiert aktuell bei rund 57 Euro – deutlich unter dem Oktober-Hoch von knapp 89 Euro. Seit dem Aufstieg in den MDAX im März 2025 steht der Titel verstärkt im Fokus institutioneller Investoren.
Zahlen als Katalysator
Am 5. März legt RENK die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 vor. Die Prognose sieht einen Umsatz von über 1,3 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBIT zwischen 210 und 235 Millionen Euro vor. Entscheidend wird sein, wie schnell das Unternehmen den Rekordauftragsbestand in Umsatz konvertieren kann und welche Signale zum weiteren Margenpotenzial gesendet werden. Bis 2030 peilt der Konzern einen Umsatz zwischen 2,8 und 3,2 Milliarden Euro an.
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