Renk Group Aktie: JPMorgan nennt 75 Euro
Mehrere Investmentbanken bestätigen Kaufempfehlungen für Renk mit Kurszielen bis 75 Euro. Rekordaufträge stützen die optimistischen Prognosen.

Kurz zusammengefasst
- Kursziele bis 75 Euro
- Rekord-Auftragseingang von 1,2 Milliarden
- Aktie notiert unter 200-Tage-Linie
- Breite Analystenzustimmung für Rüstungszulieferer
Die Bewertungswelle für die Renk Group reißt nicht ab. Innerhalb weniger Tage haben gleich mehrere Investmentbanken ihre Einschätzung zum Rüstungszulieferer bekräftigt oder erstmals abgegeben – mit Kurszielen, die deutlich über dem aktuellen Niveau liegen. Am Freitag schloss die Aktie bei 48,34 Euro.
JPMorgan bleibt optimistischster Beobachter
JPMorgan beließ die Renk-Aktie am Dienstag vergangener Woche auf „Overweight“ und nannte ein Kursziel von 75 Euro. Die Einschätzung, verbreitet über dpa-AFX, macht die Bank damit zu einem der zuversichtlichsten Häuser unter den Analysten, die sich zuletzt mit dem Panzergetriebe-Hersteller befasst haben.
Auch die Deutsche Bank Research bestätigte am 14. August ihr „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 73 Euro, nachdem sie die Quartalszahlen ausgewertet hatte.
Zwischen diesen Spitzenwerten und dem aktuellen Kurs klafft eine erhebliche Lücke. Das mag auch damit zusammenhängen, dass die Aktie derzeit unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt notiert, ein Abstand von 7,7 Prozent, der auf eine mittelfristig eingetrübte Kursdynamik hindeutet, obwohl die fundamentale Story aus Sicht der Analysten intakt bleibt.
Neue Coverage und angehobene Kursziele
Barclays nahm die Renk-Aktie am 11. August erstmals mit „Overweight“ und einem Kursziel von 60 Euro in die Bewertung auf – vorsichtiger als JPMorgan und die Deutsche Bank, aber ebenfalls mit klarer Kaufempfehlung.
Warburg Research bestätigte am 10. August nach den Zahlen zum zweiten Quartal sein „Buy“-Votum mit einem Kursziel von 63 Euro. Auch Rothschild & Co Redburn hob am selben Tag sein Kursziel an und bekräftigte die Kaufempfehlung. Die DZ Bank rundete das Bild bereits am 7. August mit einem fairen Wert von 64 Euro und dem Rating „Kaufen“ ab.
In der Summe zeichnen die Häuser ein Bild, das trotz unterschiedlicher Kurszielhöhen in eine Richtung weist: Alle sehen bei Renk deutlichen Aufwärtsspielraum gegenüber dem gegenwärtigen Kursniveau. Die Bandbreite der Kursziele reicht von 60 bis 75 Euro – eine ungewöhnlich geschlossene Front positiver Einschätzungen für einen Wert, der zuletzt spürbar unter Druck stand.
Fundament bleibt die Auftragslage
Getragen wird der Analystenoptimismus von den Halbjahreszahlen, die Renk vor rund zwei Wochen vorgelegt hatte: ein Rekord-Auftragseingang von etwa 1,2 Milliarden Euro sowie eine bestätigte Jahresprognose mit einem Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro und einem adjusted EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Diese Basis liefert den Banken die Argumentationsgrundlage für ihre teils deutlich über dem Marktpreis liegenden Kursziele.
Für Anleger ergibt sich daraus ein Spannungsfeld: Auf der einen Seite steht eine breite Front von Kaufempfehlungen mit erheblichem rechnerischem Potenzial, auf der anderen eine Aktie, die charttechnisch unter ihrem mittelfristigen Trend liegt.
Ob sich die fundamentale Zuversicht der Analysten in den kommenden Wochen auch im Kursverlauf niederschlägt, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob sich das operative Momentum aus dem ersten Halbjahr fortsetzt.
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