Replimune: RP2 mit Oral-Slot auf ASCO
Nach FDA-Ablehnung für RP1 präsentiert Replimune auf dem ASCO-Kongress vielversprechende Phase-1-Daten zu RP2 und zeigt damit die Breite seiner Pipeline.

Kurz zusammengefasst
- Sechs Präsentationen auf dem ASCO-Kongress
- Zwei begehrte Oral-Slots für Replimune
- Phase-1-Daten zu RP2 am 31. Mai
- Kurs legte nach Ankündigung über elf Prozent zu
398 Tage nach der ersten FDA-Ablehnung trifft Replimune auf dem wichtigsten Onkologiekongress des Jahres mit sechs Präsentationen auf — darunter zwei begehrte Oral-Slots. Der Kurs legte daraufhin über elf Prozent zu.
RP2 bekommt seinen eigenen Bühnenauftritt
Das Herzstück des ASCO-Programms ist eine Oral-Präsentation zu RP2. Am 31. Mai 2026 stellt das Unternehmen finale Phase-1-Daten vor: Sicherheit, Wirksamkeit und Biomarker-Ergebnisse aus der ersten Studie am Menschen — sowohl als Monotherapie als auch in Kombination mit dem Checkpoint-Inhibitor Nivolumab.
RP2 ist technisch komplexer als der Vorgänger RP1. Das Konstrukt exprimiert zusätzlich ein Anti-CTLA-4-Antikörpermolekül. Das Ziel: Immunantworten gezielt im Tumor und den umliegenden Lymphknoten auslösen, ohne systemische Nebenwirkungen zu verstärken.
Breites Indikationsspektrum in den Postersessions
Vier Poster ergänzen das Programm. Sie decken Studien in fortgeschrittenem Leberkrebs, Gallenwegskarzinom und uvealem Melanom ab. Ein weiteres Poster präsentiert Daten aus der randomisierten Phase-2/3-Studie, in der RP2 plus Nivolumab gegen Ipilimumab plus Nivolumab bei Checkpoint-naiven Patienten mit metastasiertem uvealem Melanom getestet wird.
Hinzu kommen Daten aus IGNYTE-3 — der laufenden Phase-3-Studie zu RP1 plus Nivolumab bei fortgeschrittenem Melanom nach Anti-PD-1- und Anti-CTLA-4-Versagen.
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Der Kontext: Wiederaufbau nach dem FDA-Schlag
Am 10. April 2026 erhielt Replimune den zweiten Complete Response Letter der FDA für RP1 plus Nivolumab in der Melanom-Indikation. Die Behörde bewertete die IGNYTE-Studie erneut als unzureichend für einen Wirksamkeitsnachweis. Der Kurs brach an dem Tag um über 64 Prozent ein. Das Unternehmen kündigte an, das US-Geschäft zurückzufahren.
Die Reaktion der Analysten war hart. H.C. Wainwright, Leerink, Wedbush, JPMorgan, Jefferies, Piper Sandler und Cantor Fitzgerald stuften die Aktie herab. Viele senkten ihre Kursziele in die Spanne von zwei bis vier Dollar.
Das ASCO-Programm sendet nun ein anderes Signal. Replimune zeigt, dass die Pipeline über den gescheiterten RP1-Zulassungsversuch hinausreicht. Ob die Phase-1-Daten zu RP2 am 31. Mai die nötige klinische Substanz liefern, um das Vertrauen der Investoren strukturell zurückzugewinnen, wird der entscheidende Moment dieser Konferenz sein.
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