Revolution Medicines Aktie: Manager kassiert nach Zulassung
Anthony Mancini veräußerte Anteile für 743.285 Dollar; Analysten-Kursziele reichen nach Rasonques Zulassung von 179 bis 320 Dollar.

Kurz zusammengefasst
- Mancini verkaufte Aktien für 743.285 Dollar
- Handelsplan war bereits im Juni festgelegt
- Aktie stieg binnen eines Jahres mehr als vierfach
- Analysten-Kursziele liegen zwischen 179 und 320 Dollar
Kaum ist die FDA-Zulassung für das Pankreaskrebs-Medikament Rasonque unter Dach und Fach, häufen sich bei Revolution Medicines die Insiderverkäufe. Chief Global Commercialization Officer Anthony Mancini trennte sich Ende September von Aktien im Gegenwert von 743.285 Dollar — ein Vorgang, der angesichts des Kursverlaufs der vergangenen Monate wenig überraschend wirkt.
Die Transaktionen liefen am 24. und 25. September zu Kursen zwischen 200,00 und 200,54 Dollar je Aktie und basierten auf einem bereits im Juni 2026 festgelegten Handelsplan.
Mancini übte dabei Optionen zum Bezugspreis von 33,62 Dollar aus und veräußerte die frisch erworbenen Anteile umgehend zum aktuellen Marktpreis. Nach den Verkäufen hält er weiterhin direkt knapp 39.765 Aktien, größtenteils in Form von Restricted Stock Units, sowie gut 93.000 Aktienoptionen.
Rasonque treibt die Kursrally
Der Hintergrund des Verkaufs ist schnell erklärt: Die Aktie hat sich binnen eines Jahres mehr als vervierfacht und notiert nahe ihres 52-Wochen-Hochs von 224,31 Dollar. Auslöser war die FDA-Zulassung von Rasonque (Wirkstoff Daraxonrasib) zur Behandlung von metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs in zweiter Therapielinie.
Die zugrundeliegende RASolute-302-Studie zeigte eine nahezu verdoppelte mediane Gesamtüberlebenszeit gegenüber einer Chemotherapie-Behandlung. Der Listenpreis für eine 30-tägige Behandlung liegt bei 39.800 Dollar.
Die Zulassung hat eine Welle an Analystenreaktionen ausgelöst. Needham und Guggenheim setzten ihre Kursziele auf 275 Dollar herauf, Brookline Capital Markets startete die Coverage mit einem Kaufvotum und einem Ziel von 318 Dollar, Goldman Sachs kam mit einer Kaufempfehlung und 267 Dollar hinzu.
Morgan Stanley bewertet die Aktie mit „Overweight“ und einem Ziel von 255 Dollar und verweist auf die durch die Zulassung entstandene, deutlich risikoärmere kommerzielle Basis des Unternehmens. Insgesamt reichen die Kursziele der Analysten mittlerweile von 179 bis 320 Dollar — ein Spektrum, das die unterschiedlichen Annahmen zur künftigen Marktdurchdringung von Rasonque widerspiegelt.
Wachstumsfantasie liefert vor allem die Umsatzprognose: Für 2026 werden rund 151 Millionen Dollar erwartet, für 2027 bereits 1,3 Milliarden Dollar. Möglich wird das durch eine solide Bilanz — zum 30. Juni 2026 standen dem Unternehmen schätzungsweise 3,9 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln rund 1,2 Milliarden Dollar Schulden gegenüber.
Ausblick über Pankreaskrebs hinaus
Analysten rechnen damit, dass Revolution Medicines Rasonque in den kommenden zwei bis drei Jahren auch für die Erstlinientherapie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs sowie für nicht-kleinzelligen Lungenkrebs positionieren könnte.
Bis dahin bleibt das Unternehmen nach Analystenschätzungen operativ cashflow-negativ, mit einer erwarteten Wende ins Positive erst 2027. Ob die aktuelle Bewertung diese langfristigen Erwartungen bereits vollständig einpreist, dürfte angesichts der Kursziel-Spanne von fast 150 Dollar unter Analysten selbst umstritten sein.
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