Rheinmetall Aktie: 11,50 Euro Dividende beschlossen
Rheinmetall verzeichnet operative Rekorde und neue Partnerschaft, die Aktie fällt dennoch auf Jahrestief. Analysten uneins über die Zukunft.

Kurz zusammengefasst
- Umsatz und Gewinn steigen zweistellig
- Rekorddividende von 11,50 Euro beschlossen
- Gemeinschaftsunternehmen mit Telekom gegen Drohnen
- Aktie verliert trotz guter Nachrichten
Rekorddividende, ein neues Joint Venture und zweistelliges Gewinnwachstum. Eigentlich liefert Rheinmetall gute Nachrichten am Fließband. Die Börse reagiert darauf mit Verkäufen. Am Freitag rutschte die Aktie um rund zwei Prozent auf 1.123,80 Euro ab. Damit notiert das Papier nur noch knapp über dem 52-Wochen-Tief.
Operatives Geschäft wächst
Der Rüstungskonzern wächst operativ weiter rasant. Im ersten Quartal stieg der Umsatz auf 1,94 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis kletterte sogar noch stärker auf 224 Millionen Euro. Der Vorstand hält folglich an seiner Jahresprognose fest und peilt eine Marge von 19 Prozent an.
Aktionäre profitierten davon am Freitag direkt. Die Hauptversammlung hatte die Zahlung zuvor beschlossen. Rheinmetall schüttete 11,50 Euro je Aktie aus. Das entspricht einem massiven Aufschlag gegenüber dem Vorjahr.
Laser gegen Drohnen
Parallel dazu baut der Konzern sein Portfolio aus. Rheinmetall startet eine Kooperation mit der Deutschen Telekom. Das Joint Venture soll Städte und kritische Infrastruktur vor Drohnenangriffen schützen. Die Unternehmen gaben die Partnerschaft kurz vor der Sicherheitsmesse AFCEA bekannt.
Die Telekom nutzt dafür ihre Mobilfunknetze und spezielle Sensoren. Sie spürt die Fluggeräte auf. Rheinmetall liefert anschließend die Waffensysteme. Der Fokus liegt dabei auf Lasern. Diese zerstören Drohnen im Flug. Der Ansatz richtet sich besonders gegen zivile Drohnen, die über das Handynetz gesteuert werden.
Analysten passen Ziele an
Trotz dieser operativen Fortschritte bleibt die Aktie unter Druck. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 30 Prozent an Wert verloren. Viele Großinvestoren schichten ihre Portfolios um und nehmen Gewinne mit. Die Folge: fallende Kurse.
Analysten bewerten die Lage derzeit unterschiedlich. Bernstein Research senkte das Kursziel auf 1.900 Euro. Analyst Adrien Rabier verweist auf den Wandel zur Drohnenkriegsführung. Konventionelle Militärtechnik verliere an Bedeutung.
Warburg Research sieht das anders. Die Experten stuften die Aktie auf „Buy“ hoch. Sie verweisen auf die prall gefüllten Auftragsbücher. Eine Pipeline von bis zu 80 Milliarden Euro stütze das langfristige Wachstum.
Fundamental ist der Konzern mit einer Auftragsabdeckung von 97 Prozent für das laufende Jahr abgesichert. Außerdem baut das Unternehmen seine Fabriken für Marschflugkörper in Unterlüß aus und startet die Serienproduktion des Panzers FV-014 in Neuss. Charttechnisch muss die Aktie nun die Unterstützung bei 1.118 Euro verteidigen. Fällt sie unter dieses Jahrestief, drohen weitere Abverkäufe.
Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 16. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...