Rheinmetall Aktie: 300-Millionen-Auftrag für FV-014
Rheinmetall beginnt mit der Serienfertigung der Loitering-Munition FV-014 und wandelt ein ehemaliges Autoteilewerk in Neuss zur Drohnenproduktion um.
Kurz zusammengefasst
- Serienstart der Drohne FV-014
- Umwandlung des Werks Neuss
- Lieferkette vollständig in der EU
- Bundeswehr bestellt für 300 Millionen Euro
Rheinmetall verschiebt sein Profil weiter in Richtung Drohnenkrieg. Der Konzern hat die Serienproduktion von Loitering Munition aufgenommen, also von Drohnen, die über einem Zielgebiet kreisen und dann einschlagen. Für den Rüstungskonzern ist das mehr als ein neues Produkt. Ein früheres Autoteilewerk wird Teil der Verteidigungsstrategie.
Die Aktie erholt sich am Donnerstag leicht auf 1.133,00 Euro, liegt aber seit Jahresanfang 29,25 Prozent im Minus. Das Plus von 1,18 Prozent wirkt damit eher wie eine Gegenbewegung als wie eine Neubewertung.
Aus Autoteilen werden Drohnen
Konzernchef Armin Papperger gab den Start der Serienproduktion auf der Online-Hauptversammlung bekannt. Das Modell FV-014 läuft bereits am Standort Braunschweig vom Band. Rheinmetall will die Fertigung nun auf das Werk in Neuss bei Düsseldorf ausweiten.
Der Schritt passt zur Neuordnung des Konzerns. Neuss diente zuvor der Produktion von Automobilteilen. Nun trennt sich Rheinmetall von Teilen des schwachen Autozuliefergeschäfts und schichtet Kapazitäten in Verteidigungsgüter um.
Wichtig ist auch die Lieferkette. Die Drohnen entstehen nach Unternehmensangaben vollständig innerhalb der EU. Die Flugkörper kommen aus Deutschland, die Gefechtsköpfe aus Italien. Das stärkt die industrielle Kontrolle über ein Waffensystem, das im modernen Gefechtsfeld stark an Bedeutung gewonnen hat.
Was die FV-014 leisten soll
Die FV-014 ist für den einmaligen Einsatz ausgelegt. Sie kann bis zu 70 Minuten in der Luft bleiben, Ziele identifizieren und über eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern operieren. Der Gefechtskopf wiegt rund vier Kilogramm.
Für Rheinmetall ist das auch ein konkretes Auftragsthema. Die Bundeswehr hat zuletzt Bestellungen für diese Munitionsart im Wert von 300 Millionen Euro platziert. Ein Rahmenvertrag ermöglicht weitere Abrufe. Die ersten Auslieferungen sind für das kommende Jahr vorgesehen.
Angriff und Abwehr im Paket
Rheinmetall baut damit nicht nur offensive Drohnentechnik aus. Am 11. Mai kündigte der Konzern eine Kooperation mit der Deutschen Telekom an. Beide Unternehmen wollen gemeinsam einen Drohnen-Schutzschild entwickeln.
Das System soll Städte und kritische Infrastruktur vor feindlichen Drohnen und Sabotageakten schützen. Damit besetzt Rheinmetall beide Seiten des Marktes: Drohnen als Präzisionswaffe und Systeme zur Abwehr solcher Bedrohungen.
Der nächste operative Prüfpunkt ist die geplante Auslieferung an die Bundeswehr im kommenden Jahr. Gelingt der Hochlauf in Neuss, bekommt das Drohnengeschäft deutlich mehr Gewicht im Konzernprofil.
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