Rheinmetall Aktie: 4,768 Milliarden aus Rumänien
Rheinmetall sichert sich Aufträge über 4,8 Milliarden Euro aus Rumänien für Schützenpanzer und Flugabwehrsysteme.

Kurz zusammengefasst
- Auftragsvolumen von 4,768 Milliarden Euro
- 232 Lynx-Schützenpanzer für Rumänien
- Flugabwehrsysteme Skyranger und Skynex
- Aktie erholt sich vom Jahrestief
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat kurz vor Fristablauf einen milliardenschweren Erfolg verbucht. Das rumänische Verteidigungsministerium unterzeichnete am 29. Mai 2026 mehrere Beschaffungsverträge mit dem Düsseldorfer DAX-Konzern. Das Gesamtvolumen: rund 4,768 Milliarden Euro netto.
Für Rheinmetall ist das ein wichtiger Schritt. Die prall gefüllte Auftragspipeline soll sich in feste Buchungen verwandeln.
Schützenpanzer und Flugabwehr für die rumänische Armee
Das Rüstungspaket umfasst 232 Lynx-Schützenpanzer sowie moderne Flugabwehrsysteme der Typen Skyranger, Skynex und Millennium. Hinzu kommt die dazugehörige 35-mm-AHEAD-Munition. Finanziert wird der Deal über das europäische Darlehensinstrument SAFE.
Der Abschluss kam kurz vor dem Stichtag am 31. Mai zustande. Die Verhandler mussten komplexe verfahrenstechnische und kommerzielle Hürden überwinden.
Die Stückzahl beim Lynx wurde leicht angepasst. Statt der ursprünglich geplanten 298 Einheiten werden nun 232 Fahrzeuge im Wert von 2,59 Milliarden Euro geliefert. Die restlichen 66 Einheiten sollen später über separate Verträge außerhalb des SAFE-Programms folgen.
Auftragsbestand wächst rasant
Rheinmetall-Chef Armin Papperger hatte für das zweite Quartal Nominierungen im Wert von rund 20 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Der Neuzugang aus Rumänien passt in dieses Bild. Bereits zum Ende des ersten Quartals lag der Auftragsbestand bei 73 Milliarden Euro – im Vorjahr waren es 56 Milliarden.
Das Management peilt für 2026 einen Gesamtumsatz zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro an. Im ersten Quartal stieg der Umsatz auf 1,938 Milliarden Euro, das operative Ergebnis legte um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro zu.
Aktie erholt sich vom Jahrestief
Die Kursentwicklung der Aktie spiegelt die positive Nachricht nur bedingt wider. Am Freitag schloss das Papier bei 1.291,60 Euro – ein Plus von 4,33 Prozent innerhalb einer Woche. Seit Jahresbeginn liegt der Kurs allerdings noch 19,35 Prozent im Minus.
Gemessen am 52-Wochen-Tief von 1.118,00 Euro vom 13. Mai hat sich der Titel um rund 15 Prozent erholt. Vom Hoch bei 1.995,00 Euro bleibt er jedoch 35 Prozent entfernt. Die 50-Tage-Linie bei 1.376,98 Euro wurde noch nicht zurückerobert.
Analysten sehen trotz der Schwäche erhebliches Potenzial. Von 21 befragten Experten empfehlen 20 den Kauf der Aktie, einer votiert mit Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 2.025,48 Euro – ein theoretisches Plus von knapp 57 Prozent.
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