Rheinmetall Aktie: 500 Millionen für Rettungsstationen

Rheinmetall sichert sich Bundeswehr-Auftrag über 500 Millionen Euro für mobile Sanitätsstationen. Der Konzern erweitert damit sein Portfolio im Sanitätswesen.

Eduard Altmann ·
Rheinmetall Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Bundeswehr-Auftrag für mobile Rettungsstationen
  • Auftragsvolumen über 500 Millionen Euro
  • Produktion startet im ersten Quartal 2027
  • Aktie erholt sich nach Kursrutsch

Rheinmetall hat von der Bundeswehr einen Auftrag für mobile Rettungsstationen im Wert von über 500 Millionen Euro erhalten. Die Buchung erfolgte bereits im Juli, mit einer möglichen Aufstockung steigt das Gesamtvolumen brutto auf mehr als 600 Millionen Euro. Die Fertigung der Systeme soll im ersten Quartal 2027 anlaufen.

Der Auftrag reiht sich in eine Serie von Rüstungsgeschäften ein, mit denen Rheinmetall seinen prall gefüllten Bestand an Bestellungen weiter ausbaut. Zuletzt hatte der Konzern bereits 56 zusätzliche Elefant-2-Schwerlasttransporter für rund 60,5 Millionen Euro brutto an die Bundeswehr geliefert bekommen – eine Erweiterung eines bestehenden Rahmenvertrags, der ursprünglich bis zu 137 Fahrzeuge umfasste.

Beide Aufträge unterstreichen, wie breit Rheinmetall inzwischen im Portfolio für die Bundeswehr aufgestellt ist, von Logistik über Sanitätswesen bis hin zu schwerem Gerät.

Kurs erholt sich von Rückschlag nach Zahlen

Für die Aktie war der vergangene Donnerstag ein Wendepunkt: Trotz des nach eigenen Angaben besten Quartals in der 137-jährigen Firmengeschichte war das Papier zeitweise um 8,5 Prozent eingebrochen. Seither hat sich der Kurs deutlich erholt und liegt aktuell bei 1.214,00 Euro, ein Plus von 6,3 Prozent auf Wochensicht und von 23 Prozent auf Monatssicht.

Zum bisherigen Jahreshoch von 2.007,00 Euro vom 3. Oktober fehlen der Aktie dennoch noch 40 Prozent, seit Jahresbeginn steht ein Minus von 22 Prozent zu Buche.

Der neue Rettungsstationen-Auftrag fällt damit in eine Phase, in der Anleger die Aktie nach dem Kursrutsch neu bewerten. Der jüngste Auftrag liefert dabei ein Argument für die Substanz des operativen Geschäfts abseits der Prognosediskussion, die die Papiere zuletzt belastet hatte.

Auftragsbestand bleibt Fundament der Investment-Story

Der Rettungsstationen-Deal reiht sich in einen Auftragsbestand von über 80 Milliarden Euro ein, den Rheinmetall zuletzt vermeldet hatte. Neben dem Bundeswehr-Geschäft trieben zuletzt auch ein Loitering-Munition-Vertrag sowie ein SAFE-Auftragspaket mit Rumänien im Volumen von 11,371 Milliarden Euro das Bestellbuch.

Für Anleger bedeutet die stetige Auftragsflut vor allem eines: Die Visibilität für die kommenden Jahre bleibt hoch, selbst wenn einzelne Programme wie das im Juli gestoppte F126-Fregattenprojekt Rückschläge bringen.

Konzernchef Armin Papperger hatte nach dem F126-Schock über seine Beteiligungsgesellschaft ATP Holding GmbH Aktien im Wert von rund 3 Millionen Euro gekauft – ein Signal, das Beobachter als Vertrauensbeweis in die langfristige Ausrichtung des Konzerns werteten.

Der jetzige Auftrag über mobile Rettungsstationen fügt sich in dieses Bild: Rheinmetall diversifiziert sein Geschäft über klassische Waffensysteme hinaus in Bereiche wie Sanitätslogistik, die im Rahmen der Wiederbewaffnung der Bundeswehr zusätzliche Nachfrage erfahren.

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Rheinmetall Aktie

1.210,00 EUR

– 7,00 EUR -0,58 %
KGV 46,30
KUV 4,76
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,98 %
Marktkapitalisierung 56,20 Mrd. EUR
Ø Kursziel 1.675,85 EUR
ISIN: DE0007030009 WKN: 703000

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