Rheinmetall Aktie: 56 Elefant-2-Transporter für 60,5 Millionen
Rheinmetall liefert 56 Schwerlasttransporter an die Bundeswehr. Der 60,5-Millionen-Euro-Auftrag festigt die Position des Konzerns als zentraler Rüstungspartner.

Kurz zusammengefasst
- Auftrag über 60,5 Millionen Euro
- 56 zusätzliche Elefant 2 Transporter
- Auslieferung bis Ende 2027
- Aktie legt um knapp 3 Prozent zu
Die Bundeswehr bestellt erneut bei Rheinmetall. Diesmal geht es um 56 zusätzliche Schwerlasttransporter des Typs Elefant 2. Der Auftrag reiht sich in eine lange Liste von Rüstungsgeschäften ein, die der Düsseldorfer Konzern in den vergangenen Wochen mit der Bundeswehr abgeschlossen hat.
Der Auftrag im Detail
Rheinmetall MAN Military Vehicles liefert die Fahrzeuge im Gesamtwert von 60,5 Millionen Euro. Die Auslieferung läuft über die Jahre 2026 und 2027.
Der Deal baut auf einem bestehenden Rahmenvertrag auf. Ursprünglich hatte die Bundeswehr bis zu 137 Fahrzeuge bestellen können und zunächst 32 Elefant 2 geordert. Dieser Vertrag über sieben Jahre hatte ein Gesamtvolumen von 122 Millionen Euro brutto und wurde bereits bis Anfang 2025 vollständig ausgeliefert. Wegen gestiegenen Bedarfs erweitert die Bundeswehr den Rahmen nun um 56 weitere Fahrzeuge.
Der Elefant 2 ergänzt den geschützten Schwerlasttransporter Mammut, den RMMV ebenfalls liefert. Rheinmetall betont die strategische Bedeutung dieser Fahrzeugfamilie: Deutschland fungiert als logistische Drehscheibe der NATO-Bündnisverteidigung. Der Transport schwerer Gefechtsfahrzeuge zählt dabei zu den Schlüsselfähigkeiten.
Ein Muster zeichnet sich ab
Der Elefant-2-Auftrag steht nicht allein. Erst im Mai hatte Rheinmetall einen milliardenschweren Auftrag über mehr als 2.000 ungeschützte Transportfahrzeuge erhalten. Dieser Deal war die vierte Tranche aus einem Rahmenvertrag über bis zu 6.500 Fahrzeuge und stärkt die Rolle des Konzerns als wichtigsten Mobilitätspartner der Bundeswehr.
Auch bei Infanterieausrüstung punktete Rheinmetall zuletzt. Der Konzern sicherte sich einen Vertrag über 1,04 Milliarden Euro für IdZ-ES-Soldatensysteme. Er umfasst die Modernisierung und Lieferung kompletter Zugausstattungen.
Schwerlasttransporter, Militär-Lkw, Soldatensysteme: Die Bandbreite der Aufträge zeigt, wie tief Rheinmetall inzwischen in der Ausrüstungskette der Bundeswehr verankert ist. Kein Wunder, dass der Konzern seine Position als zentraler Rüstungspartner Deutschlands weiter festigt.
Die Aktie zieht an
Der Markt honoriert die Auftragsserie. Die Rheinmetall-Aktie schloss zuletzt bei 1.090,00 Euro, ein Plus von 2,95 Prozent zum Vortag. Auf Monatssicht steht ein Anstieg von 12,08 Prozent zu Buche.
Vom Jahrestief bei 902,50 Euro hat sich der Titel damit deutlich gelöst. Zum bisherigen Rekordhoch aus dem Oktober 2025 bleibt allerdings noch reichlich Abstand.
Die operative Auftragslage bleibt robust. Ob die Serie an Rüstungsdeals ausreicht, das Vertrauen der Anleger nach der Kurskorrektur seit Herbst 2025 nachhaltig zurückzugewinnen, entscheidet sich an den kommenden Quartalszahlen.
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