Während die Aktie des DAX-Konzerns nahe ihrem Allzeithoch notiert, arbeitet Rheinmetall an mehreren Großprojekten gleichzeitig. Satellitenkooperation, Milliardenaufträge und Ukraine-Lieferungen – selten war die Auftragspipeline so gefüllt.
Der Rüstungskonzern aus Düsseldorf verhandelt derzeit mit dem Bremer Satellitenhersteller OHB über ein gemeinsames Projekt für die Bundeswehr. OHB bestätigte Ende Januar die laufenden Gespräche offiziell. Nach Informationen des Handelsblatts geht es um ein Satellitennetzwerk mit bis zu 200 Einheiten, das ab 2029 die Kommunikation deutscher Streitkräfte sicherstellen soll.
Die wichtigsten Fakten:
- Projektvolumen: Bis zu 10 Milliarden Euro für Bundeswehr-Satellitenprojekt
- Konkurrenz: Airbus als Wettbewerber in der Ausschreibung
- Zeitplan: Einsatzbereitschaft ab etwa 2029 geplant
- Kooperationspartner: OHB bestätigt Verhandlungen
80 Milliarden Euro auf der Roadmap
CEO Armin Papperger bezifferte das internationale Auftragspotenzial für 2026 kürzlich auf 80 Milliarden Euro. Die Aussage fiel bei einer Handelsblatt-Konferenz in Berlin und umreißt die Dimension laufender Wettbewerbe.
Im Zentrum steht der Boxer-Schützenpanzer mit einem Auftragsvolumen von 37,7 Milliarden Euro. Hinzu kommen die Fregatten F126 und F127 (12 bis 13 Milliarden Euro) sowie eine zusätzliche Charge von Puma-Schützenpanzern für die Bundeswehr. Ob und wann diese Aufträge tatsächlich vergeben werden, ist offen – die Größenordnung zeigt jedoch, welche Projekte derzeit auf dem Tisch liegen.
Erste Lynx-Panzer erreichen Ukraine
Mitte Januar begann Rheinmetall mit der Auslieferung von fünf Lynx KF41 Schützenpanzern an die Ukraine. Der Vertrag im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich wird von Deutschland finanziert. Nach Ungarn ist die Ukraine damit erst das zweite Land, das diesen Fahrzeugtyp operativ nutzt.
Die Panzer werden mit dem Zwei-Mann-Turm Lance ausgestattet und speziell für ukrainische Anforderungen konfiguriert. Die Lieferung ist Teil der deutschen Militärhilfe und könnte bei Bewährung weitere Aufträge nach sich ziehen.
Laser-Technologie und Munitionsgeschäft
Anfang Januar gründete Rheinmetall ein Joint Venture mit MBDA Deutschland für maritime Laserwaffen. Die neue GmbH soll hochleistungsfähige Systeme zunächst für die Marine entwickeln. Parallel erweiterte das Unternehmen einen Rahmenvertrag für 30mm-Munition für Puma-Schützenpanzer auf rund eine Milliarde Euro Gesamtvolumen bis 2029.
Die Aktie notiert aktuell bei 1.795,50 Euro und liegt damit zehn Prozent unter ihrem im September erreichten Höchststand von 1.995 Euro. Auf Jahressicht steht ein Plus von knapp 140 Prozent zu Buche. Mit einem RSI von 83,7 befindet sich der Titel charttechnisch in überkauftem Terrain – die Auftragspipeline liefert jedoch regelmäßig neue Impulse.
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