Rheinmetall Aktie: Auftragsserie

Der Rüstungskonzern sichert sich einen mittleren dreistelligen Millionenauftrag für Luchs-2-Türme, erhält EU-Genehmigung für die NVL-Übernahme und wird mit Übernahmegerüchten um Mynaric in Verbindung gebracht.

Kurz zusammengefasst:
  • Großserienauftrag für Geschütztürme bis 2031
  • EU-Kommission genehmigt Übernahme von NVL
  • Weitere Rüstungsaufträge aus Schweden und NATO
  • Spekulationen um mögliche Mynaric-Übernahme

Rheinmetall zieht die Schlagzeilen derzeit gleich aus mehreren Richtungen an: neue Großaufträge, grünes Licht aus Brüssel für eine Übernahme – und obendrein Spekulationen über einen möglichen Vorstoß in die Satellitenkommunikation. Das Bild dahinter ist klar: Der Konzern baut seine Position im Verteidigungssektor Schritt für Schritt aus. Wie viel Substanz steckt in dieser Nachrichtenfolge?

Luchs 2: Großauftrag bis 2031

Der wichtigste neue Auftrag kommt aus dem Bundeswehr-Programm „Luchs 2“. Rheinmetall teilte am 20. Februar mit, dass General Dynamics European Land Systems (GDELS) als Hauptauftragnehmer den Konzern mit der Lieferung von Geschütztürmen, Hauptbewaffnung und Simulatoren beauftragt hat. Unterzeichnet wurde der Vertrag Anfang Februar in Kaiserslautern, das Volumen liegt laut Unternehmen im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Rheinmetall

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Konkret soll Rheinmetall Electronics in Bremen bis 2031 insgesamt 274 CT-025-Geschütztürme liefern. Rheinmetall spricht vom ersten Großserienauftrag für das neu entwickelte, modulare und unbemannte Turmsystem. Rheinmetall Italia steuert die Oerlikon KBA 25-mm-Maschinenkanone bei, dazu kommen sechs Gefechtssimulationstrainer (AGFS) sowie die Integration des AGDUS-Kampfsimulators.

Das Programm ist Teil eines größeren Modernisierungspakets: GDELS hatte bereits im Oktober 2025 einen Auftrag über rund 3 Milliarden Euro für 274 Aufklärungsfahrzeuge auf Piranha-6×6-Basis erhalten.

EU genehmigt NVL-Übernahme – Marine als zweites Standbein

Ebenfalls wichtig: Die EU-Kommission genehmigte am 18. Februar die Übernahme der Marinesparte Naval Vessels Lürssen (NVL) inklusive Blohm+Voss durch Rheinmetall. Laut dpa-AFX sah die Behörde keine kartellrechtlichen Bedenken, da die Auswirkungen auf die Marktstruktur begrenzt seien. Die Vereinbarung mit der Lürssen-Gruppe war bereits im September 2025 geschlossen worden.

Strategisch bedeutet das eine spürbare Diversifizierung Richtung Marineschiffbau. Für 2026 stellte das Management auf einer Investorenkonferenz Anfang Februar einen NVL-Umsatzbeitrag von rund 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro in Aussicht.

Februar bringt weitere Aufträge – und ein Übernahmegerücht

Die Meldungen stehen nicht isoliert. Im Februar kamen mehrere weitere Punkte hinzu: Schweden bestellte das Waffensystem Seasnake 30 (acht Systeme, rund 63 Millionen Euro, Lieferbeginn ab Februar 2028). Zudem meldete Rheinmetall einen ersten Abruf über rund 200 Millionen Euro aus einem NATO-Rahmenvertrag für 120-mm-Panzermunition. Am 19. Februar folgte außerdem die Mitteilung über eine erfolgreiche Demonstration der Loitering Munition FV-014 vor einem potenziellen NATO-Kunden.

Zusätzliche Aufmerksamkeit bringt ein Bericht von SpaceNews vom 22. Februar: Demnach erwägt Rheinmetall eine Übernahme des Laserkommunikationsspezialisten Mynaric, der optische Terminals für Laser-Datenlinks zwischen Satelliten entwickelt. Rheinmetall äußerte sich dazu bislang nicht öffentlich – klar ist nur: Ein solcher Schritt würde die bereits angekündigte Übernahme von Mynaric durch Rocket Lab komplizierter machen.

Zum Marktbild passt: Die Rheinmetall-Aktie notiert heute bei 1.708,50 Euro und liegt damit in den letzten sieben Tagen deutlich im Plus (+6,42%). Der RSI (14 Tage) steht mit 83,7 allerdings auf einem sehr hohen Niveau.

Im Ausblick bleibt Rheinmetall bei großen Erwartungen: Für 2026 nannte das Management eine operative Indikation für das Verteidigungsgeschäft von 15 bis 16 Milliarden Euro (inklusive NVL) bei 18 bis 20% operativer Marge – und stellte einen Auftragsbestand von rund 135 Milliarden Euro zum Jahresende 2026 in Aussicht.

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