Rheinmetall Aktie: Ben Hodges rückt in Aufsichtsrat
Trotz neuer Geschäftsfelder und Rekordaufträgen fällt die Rheinmetall-Aktie auf ein Jahrestief. Der Konzern setzt auf Eigenproduktion und Top-Personal.

Kurz zusammengefasst
- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
- Eigene Marschflugkörper-Produktion geplant
- Ex-US-General Hodges im Aufsichtsrat
- Auftragsbestand steigt auf 17,2 Milliarden Euro
Rheinmetall wächst auf allen Ebenen. Der Rüstungskonzern erschließt neue Geschäftsfelder und verstärkt die Führung.
An der Börse verpufft diese Offensive komplett. Die Aktie rutschte am Mittwoch um vier Prozent auf 1.118 Euro ab. Damit markiert das Papier ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn verlor der Wert rund ein Drittel seiner Marktkapitalisierung.
Marschflugkörper und neues Führungspersonal
Operativ schaltet das Management indes in den Angriffsmodus. Am Standort Unterlüß plant Rheinmetall eine eigene Produktion für weitreichende Marschflugkörper. Gemeinsam mit dem niederländischen Startup Destinus Cruise sollen Systeme mit über 450 Kilometern Reichweite entstehen. Sie operieren in der gleichen Leistungsklasse wie der etablierte Taurus. Rheinmetall baut dafür die Gefechtsköpfe und Raketenmotoren. Das Ziel: weniger Abhängigkeit von internationalen Zulieferern.
Parallel dazu holt sich der Konzern militärisches Schwergewicht ins Haus. Der ehemalige US-General Ben Hodges rückt in den Aufsichtsrat ein. Der Ex-Kommandeur der US-Army in Europa soll die geopolitische Strategie schärfen. Seine direkten Kontakte zu Regierungen und NATO-Partnern helfen dem Unternehmen beim weiteren internationalen Ausbau.
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Auf dem Weg zum Komplettanbieter
Der strategische Umbau läuft auf Hochtouren. Im ersten Quartal 2026 schloss Rheinmetall die Übernahme der Marineanteile von Lürssen ab. Damit deckt der Konzern nun auch das militärische Geschäft auf dem Wasser ab. Das Angebot reicht von unbemannten Marinefahrzeugen bis zum Bau komplexer Fregatten.
Wirtschaftlich stützt sich diese Expansion auf volle Auftragsbücher. Ende März lag der Bestand bei 17,2 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 16 Prozent zum Vorjahr.
Trotz der massiven Kursverluste hält der Vorstand an seinen Jahreszielen fest. Der Umsatz soll im Gesamtjahr um bis zu 45 Prozent wachsen. Die operative Marge plant das Management bei rund 19 Prozent. Ab dem zweiten Quartal rechnet Rheinmetall mit deutlich mehr Auslieferungen. Ein pünktlicher Hochlauf der neuen Fahrzeug- und Raketenprogramme ist nun die zwingende Grundvoraussetzung für diese ambitionierte Rendite.
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