Rheinmetall Aktie: BofA erwartet Arminius-Auftrag zum Jahresende
BofA bestätigt die Kaufempfehlung für Rheinmetall, während ein Auftrag über 12,4 Milliarden Euro noch 2026 verbucht werden könnte.

Kurz zusammengefasst
- BofA bekräftigt Rheinmetall-Kaufempfehlung
- Arminius-Vertrag könnte 2026 erfasst werden
- Auftragseingang übertrifft Umsatz deutlich
- US-Marine bestellt zwölf autonome Fahrzeuge
Der Rüstungskonzern Rheinmetall steuert auf das Jahresende mit Aussicht auf einen weiteren Großauftrag zu. Nach Einschätzung des Analysehauses BofA soll der Arminius-Vertrag über Militärfahrzeuge mit einem Volumen von 12,4 Milliarden Euro noch im laufenden Jahr im Auftragseingang verbucht werden. Die US-Bank bekräftigte ihre Kaufempfehlung für die Aktie des Düsseldorfer DAX-Konzerns.
An der Börse notiert der Titel heute bei 996,10 Euro und verzeichnet damit ein Minus von 1,6 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf steht für das Papier ein Rückgang von 36 Prozent zu Buche. Dennoch signalisiert die operative Auftragslage unverändert hohe Dynamik.
Hohe Nachfrage und pralle Auftragsbücher
Die Analysten von BofA heben hervor, dass das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz bei Rheinmetall über die vergangenen zwölf Monate bei rund 2,3 lag. Der Konzern verzeichnet damit weiterhin deutlich mehr Neubestellungen, als er zeitgleich abrechnet. Bis zum Jahresende könnte die Erfassung des Arminius-Pakets diesen Trend noch einmal verstärken.
Gleichzeitig profitiert die gesamte Branche vom anhaltenden Aufbau der Verteidigungsbudgets in westlichen Staaten. Für die europäische Industrie prognostizieren Branchenexperten in den kommenden Jahren kräftiges Erlöswachstum, getrieben durch staatliche Rüstungsprogramme und die Modernisierung der Streitkräfte.
Neue Technologien im maritimen Einsatz
Abseits der Landsysteme erweitert Rheinmetall derzeit seine technologische Basis auf See. Bei der noch bis zum 25. September laufenden NATO-Übung REPMUS26 in Portugal erprobt das Unternehmen eine Führungsarchitektur für vernetzte, autonome Marineoperationen.
Im Raum der Halbinsel Troia testet Rheinmetall dabei ein mobiles Führungszentrum für die Deutsche Marine. Eine softwarebasierte Middleware verbindet dabei unterschiedliche Sensoren, Effektoren und Missionsmodule. Im Unterwasserbereich sollen unbemannte Systeme ein lückenloses Lagebild erstellen, das dem Schutz von Häfen und maritimer Infrastruktur dient.
Parallel dazu treibt das Unternehmen auch das Geschäft mit unbemannten Landsystemen voran. Für das U.S. Marine Corps sicherte sich Rheinmetall einen Auftrag im Wert von 7,28 Millionen US-Dollar. Die Bestellung umfasst zwölf autonome Fahrzeuge des Typs Mission Master SP samt Amphibien-Ausrüstung.
Ausblick auf das dritte Quartal
Im zweiten Quartal 2026 hatte Rheinmetall seinen Umsatz um gut 35 Prozent auf 3,29 Milliarden Euro gesteigert, während das Ergebnis je Aktie 2,66 Euro betrug. Die Vorlage der Bilanz für das dritte Quartal ist für den 5. November geplant. Anleger dürften dann vor allem darauf achten, wie weit die Umsetzung der jüngsten Großaufträge fortgeschritten ist.
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