Rheinmetall Aktie: Bundesverfassungsgericht entscheidet über Beschaffungsgesetz
Rheinmetall-Aktie erholt sich, doch Analysten uneins und Verfassungsgericht droht mit Verzögerungen bei Rüstungsaufträgen.
Kurz zusammengefasst
- Citigroup sieht Kaufchance bei Kursrutsch
- UBS und Jefferies senken Kursziele
- Verfassungsgericht prüft Beschleunigungsgesetz
- Aktie technisch überkauft laut RSI
Die Rheinmetall-Aktie beendet eine starke Woche mit einem Plus von rund neun Prozent. Hinter den Kulissen braut sich allerdings ein komplexer Mix aus Risiken zusammen. Analysten streiten über den wahren Wert des Rüstungskonzerns. Parallel dazu droht in Düsseldorf neues juristisches Ungemach.
Analysten völlig uneins
Die Citigroup wertet den jüngsten Kursrutsch als Kaufchance. Die US-Bank stuft die Papiere auf „Buy“ hoch und ruft ein Kursziel von 1.408 Euro aus. Laut den Experten preist der Markt die fundamentale Stärke des Unternehmens aktuell nicht angemessen ein.
Die UBS zieht völlig andere Schlüsse. Die Schweizer Großbank kappte ihr Kursziel drastisch auf 1.600 Euro. Auch Jefferies senkte den Daumen und sieht den fairen Wert nun bei 1.890 Euro. Beide Institute bezweifeln, dass Rheinmetall seine vollen Auftragsbücher schnell genug in Gewinn umwandelt.
Verfassungsgericht muss entscheiden
Ein neuer Belastungsfaktor kommt aus Düsseldorf. Das Oberlandesgericht hegt verfassungsrechtliche Zweifel am Bundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetz. Konkret geht es um beschnittene Beschwerderechte bei Rüstungsaufträgen. Das Gericht hat das Verfahren gestoppt.
Nun muss das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Die Folge: Verzögerungen. Für Rheinmetall steht viel auf dem Spiel. Der Konzern profitiert stark von den beschleunigten Verfahren. Kippt das Gesetz, verschieben sich künftige Projektstarts. Das beeinträchtigt die Planbarkeit der Einnahmen massiv.
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Chartbild mahnt zur Vorsicht
Trotz der jüngsten Erholung bleibt die technische Lage angespannt. Die Aktie ging am Freitag bei 1.221,40 Euro aus dem Handel. Damit summiert sich der Verlust seit Jahresbeginn auf fast 24 Prozent. Der Kurs notiert zudem weit unter der 200-Tage-Linie.
Ein technischer Indikator warnt zusätzlich. Der Relative-Stärke-Index (RSI) steht aktuell bei 85,6. Ab einem Wert von 70 gilt ein Papier in der Marktlehre als überkauft. Kurzfristige Gewinnmitnahmen sind damit sehr wahrscheinlich.
Der nächste fundamentale Test steht im Sommer an. Am 6. August legt Rheinmetall seinen Halbjahresbericht vor. Dann muss Konzernchef Armin Papperger beweisen, dass die Lieferprobleme des ersten Quartals behoben sind. Nur harte Zahlen können die aktuellen Zweifel am Markt zerstreuen.
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