Rheinmetall Aktie: Citigroup hebt auf Buy — Kursziel 1.408 Euro
Die Citigroup stuft Rheinmetall hoch und sieht den Pessimismus am Markt als übertrieben an. Der Rüstungskonzern überzeugt mit Rekordaufträgen.

Kurz zusammengefasst
- Citigroup rät nun zum Kauf
- Kursziel leicht auf 1.408 Euro gesenkt
- Auftragsbestand erreicht Rekordniveau
- Operatives Ergebnis steigt um 17 Prozent
Monatelang kannte die Rheinmetall-Aktie nur eine Richtung: abwärts. Ein Minus von gut 26 Prozent seit Jahresbeginn drückte das Papier in der Vorwoche auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 1.118 Euro. Nun sorgt eine große US-Bank für einen plötzlichen Stimmungswechsel. Die Citigroup sieht die Sorgen des Marktes als stark übertrieben an und rät zum Kauf.
Citigroup sieht übertriebenen Pessimismus
Die Analysten stuften den DAX-Konzern am Montag von „Neutral“ auf „Buy“ hoch. Zwar senkten sie das Kursziel leicht auf 1.408 Euro, da die Anzahl der ausstehenden Aktien gestiegen ist. Dennoch bietet dieses Niveau aus Sicht der Experten ein erhebliches Aufwärtspotenzial für den Rüstungswert.
Laut der Studie preist die Börse aktuell ein extrem pessimistisches Szenario für die Zeit nach dem laufenden Rüstungszyklus ein. Der Markt unterstelle ab 2030 bereits sinkende Gewinnwachstumsraten. Demgegenüber steht eine Konsensschätzung von rund 35 Prozent jährlichem Wachstum für die kommenden vier Jahre. Die US-Bank geht davon aus, dass die strukturelle Bedrohungslage in Europa den Bedarf an Rüstungsgütern langfristig hoch hält. Sorgen vor einem abrupten Nachfrageeinbruch durch mögliche Friedensverhandlungen seien unbegründet.
Operative Stärke trifft auf Erholung
Anleger reagierten prompt auf das Votum. Die Aktie schloss am Montag bei 1.177,60 Euro und baute damit einen ersten Puffer zur Unterstützungslinie auf. Bis zu einer echten charttechnischen Trendwende ist der Weg allerdings weit. Der Kurs notiert weiterhin knapp 29 Prozent unter der viel beachteten 200-Tage-Linie.
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Fundamentaldaten stützen die Argumentation der Citigroup. Im ersten Quartal steigerte Rheinmetall den Umsatz um acht Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte parallel dazu einen Rekordwert von 73 Milliarden Euro. Darin ist das neu integrierte Marinegeschäft bereits enthalten.
Auch die Profitabilität legte zu. Das operative Konzernergebnis kletterte um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro. Der Vorstand bestätigte infolgedessen die Prognose für das Gesamtjahr. Ab dem zweiten Quartal erwartet das Management eine Wachstumsbeschleunigung, sobald vorproduzierte Militär-Lkw final von den Kunden abgerufen werden.
Kurzfristig dürfte die Nachrichtenlage zu geopolitischen Entwicklungen für weitere Schwankungen sorgen. Fundamental richtet sich der Blick nun auf die USA. Am 21. Mai präsentiert sich das Unternehmen vor Investoren in New York. Der nächste tiefe Einblick in die Bücher folgt dann am 6. August mit dem detaillierten Halbjahresbericht.
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