Rheinmetall Aktie: Dividende springt auf 11,50 Euro
Rheinmetall schlägt eine deutlich erhöhte Dividende vor, während die Aktie auf einem Jahrestief notiert. Der Konzern hält an seiner Jahresprognose fest.

Kurz zusammengefasst
- Dividende steigt auf 11,50 Euro
- Marine-Sparte als neues Standbein
- Jahresprognose trotz schwachem Q1 bestätigt
- Aktie auf 52-Wochen-Tief gefallen
Rheinmetall hält heute seine ordentliche Hauptversammlung ab — und das in einem ungewöhnlichen Spannungsfeld. Der Rüstungskonzern präsentiert starke operative Zahlen und eine deutlich erhöhte Dividende, während die Aktie auf einem 52-Wochen-Tief notiert.
Dividende klettert auf 11,50 Euro
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie vor. Das wären 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Ausschüttungsquote liegt damit bei rund 45,5 Prozent des operativen Ergebnisses.
Finanziert wird das aus einem soliden Cashflow. Der operative Free Cashflow stieg 2025 auf rund 1,2 Milliarden Euro — genug, um Dividende und Kapazitätserweiterungen parallel zu stemmen.
Q1 unter Erwartungen, aber mit Erklärung
Die Quartalszahlen vom 7. Mai sorgten für Unruhe. Mit einem Umsatz von 1,94 Milliarden Euro blieb Rheinmetall rund 360 Millionen Euro unter dem Analystenkonsens. Der Grund: Auslieferungen im Wert von rund 300 Millionen Euro verschoben sich ins zweite Quartal — davon 200 Millionen Euro im Lkw-Bereich, 100 Millionen Euro bei Pulver.
Das operative Ergebnis erzählt eine andere Geschichte. Es stieg um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro. Die operative Marge kletterte auf 11,6 Prozent. Die Auftragsabarbeitung wird effizienter.
Naval Systems: neues Segment mit Ambitionen
Erstmals taucht in der Berichterstattung das Segment „Naval Systems“ auf. Durch die Integration der NVL-Aktivitäten ist Rheinmetall nun im Marinebereich aktiv. Im ersten Konsolidierungsmonat steuerte die Sparte 77 Millionen Euro Umsatz bei und erreichte eine operative Marge von 10,1 Prozent.
CEO Armin Papperger hat das Ziel klar formuliert: bis 2030 soll der Marine-Umsatz auf 5 Milliarden Euro wachsen. Das reduziert die Abhängigkeit von Landsystemen und Munition — und erschließt neue Synergien in Elektronik und digitaler Vernetzung.
Jahresprognose bleibt stehen
Trotz der schwachen Q1-Zahlen hält der Vorstand an seiner Prognose fest. Für 2026 erwartet Rheinmetall einen Konzernumsatz zwischen 14,0 und 14,5 Milliarden Euro — organisches Wachstum von 28 bis 31 Prozent. Die operative Marge soll auf rund 19 Prozent steigen.
Allein im laufenden Quartal rechnet das Management mit Auftragseingängen von rund 20 Milliarden Euro, unter anderem durch erwartete Verträge für Kampfpanzer in Italien und Schützenpanzer in Rumänien.
Die Aktie notiert aktuell auf dem 52-Wochen-Tief von 1.184 Euro — rund 41 Prozent unter dem Hoch vom vergangenen Herbst. Seit Jahresbeginn hat der Kurs mehr als ein Viertel seines Wertes verloren. Ob die Hauptversammlung mit starken Auftragszahlen aus Q2 als Wendepunkt wirkt, hängt davon ab, wie schnell die verschobenen Umsätze tatsächlich in die Bücher fließen.
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