Rheinmetall Aktie: DZ Bank Expert Day am Mittwoch in Bremen

Rheinmetall verliert nach Dänemark-Auftrag weiter an Wert. Analysten streiten über die Erreichbarkeit der Umsatzziele bis 2028, der DZ Bank Expert Day könnte neue Impulse liefern.

Eduard Altmann ·
Rheinmetall Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Aktie fällt um 2,7 Prozent
  • mwb research bestätigt Verkaufsempfehlung
  • DZ Bank Expert Day am Mittwoch
  • Kurs nahe 50-Tage-Durchschnitt

Rheinmetall gerät zu Wochenbeginn erneut unter Druck. Die Aktie fällt heute um 2,7 Prozent, nachdem sie bereits am Freitag Boden verloren hatte. Auslöser der jüngsten Schwäche war ein Großauftrag der dänischen Streitkräfte, dessen Details Anleger offenbar nicht überzeugten. Im Fokus der Woche steht nun eine kritischere Frage: Kann der Rüstungskonzern seine ambitionierten Wachstumsziele bis 2028 überhaupt mit genügend neuen Aufträgen unterfüttern?

Genau daran entzündet sich die Skepsis des Analysehauses mwb research. Die Experten bestätigten am Mittwoch vergangener Woche ihre „Sell“-Einstufung für Rheinmetall und verwiesen dabei auf ein schwächeres Branchenumfeld.

Zentrales Argument: Der Konzern benötige einen erheblichen zusätzlichen Orderflow, um die Umsatzlücke bis zum Geschäftsjahr 2028 zu schließen. Diese Einschätzung dürfte den Kursverlauf der vergangenen Tage mitgeprägt haben, auch wenn Rheinmetall zuletzt weiterhin regelmäßig neue Bestellungen der Bundeswehr und verbündeter Streitkräfte vermelden konnte.

Bewertungslücke zwischen Analysten wird sichtbar

Die „Sell“-Position von mwb research steht in deutlichem Kontrast zu optimistischeren Stimmen am Markt, die in den vergangenen Wochen Kursziele deutlich über dem aktuellen Niveau ausgerufen hatten.

Die Spanne der Einschätzungen zeigt, wie unterschiedlich Analysten die Visibilität der Rheinmetall-Auftragspipeline derzeit bewerten – ein Punkt, der angesichts der zuletzt gesenkten Umsatzguidance für das laufende Geschäftsjahr an Gewicht gewinnt.

Diese Prognosekorrektur, veröffentlicht vor gut drei Wochen im Zuge der Halbjahreszahlen, hatte die Aktie bereits belastet und wirkt bis heute nach, auch wenn der Kurs zwischenzeitlich wieder zulegen konnte.

Charttechnisch bewegt sich das Papier derzeit in der Nähe seines 50-Tage-Durchschnitts, von dem es nur rund 2,8 Prozent entfernt notiert – ein Zeichen dafür, dass die kurzfristige Erholung der vergangenen Wochen ins Stocken geraten ist.

Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Plus von 8,9 Prozent zu Buche, was zeigt, dass die Aktie trotz der jüngsten Rückschläge nicht in einen fundamentalen Ausverkauf gerutscht ist, sondern sich in einer volatilen Konsolidierungsphase befindet.

DZ Bank Expert Day rückt in den Fokus

Anleger richten den Blick nun auf den DZ Bank Expert Day in Bremen an diesem Mittwoch. Dort soll das Rheinmetall-Management zu mittelfristigen Wachstumspfaden Stellung nehmen – ein Termin, der angesichts der Diskussion um die Auftragslage bis 2028 besondere Relevanz erhält.

Sollte das Management belastbare Aussagen zu neuen Bestellvolumina oder zur Schließung der von mwb research thematisierten Umsatzlücke liefern, könnte dies die Debatte zwischen den optimistischen und den skeptischen Analystenlagern neu entfachen.

Bis dahin bleibt der Markt gespalten: Während die einen auf den prall gefüllten Auftragsbestand und die anhaltende Verteidigungsnachfrage in Europa setzen, mahnen andere zur Vorsicht angesichts konkreter Rückschläge wie dem Verlust des Fregattenprogramms an einen Wettbewerber. Der Investorentag dürfte zumindest kurzfristig als Impulsgeber für die weitere Kursrichtung dienen.

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Rheinmetall Aktie

1.125,20 EUR

– 30,20 EUR -2,61 %
KGV 44,26
KUV 4,72
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,99 %
Marktkapitalisierung 53,86 Mrd. EUR
Ø Kursziel 1.679,38 EUR
ISIN: DE0007030009 WKN: 703000

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