Rheinmetall Aktie: DZ Bank senkt Ziel auf 1.705 Euro
Der Verlust des Fregattenprogramms F126 beschert Rheinmetall einen massiven Kurssturz. Analysten reagieren mit gesenkten Kurszielen.

Kurz zusammengefasst
- Bundeswehr stoppt milliardenschweres F126-Projekt
- Aktie verliert in einer Woche 19 Prozent
- Analysten senken Kursziele drastisch
- Management muss neue Großaufträge vorweisen
Das Bundesverteidigungsministerium zieht den Stecker. Rheinmetall verliert das milliardenschwere Fregattenprogramm F126. Die Folge: ein massiver Kurseinbruch. Am Montag wagen sich erste Käufer zurück in die Aktie.
Aktuell notiert das Papier bei 952,70 Euro. Das entspricht einem leichten Tagesplus. Zuvor erlebten Aktionäre jedoch eine rabenschwarze Woche. Innerhalb von sieben Tagen stürzte der Kurs um 19,37 Prozent ab. Seit dem Rekordhoch im vergangenen September hat die Aktie gut 52 Prozent ihres Wertes eingebüßt.
Analysten kappen Kursziele
Der Auftragsstopp zwingt Analysten zum Umdenken. Sie bewerten die Projektpipeline des Rüstungskonzerns neu. Mehrere Banken reagieren direkt:
- DZ Bank: Senkt den fairen Wert drastisch von 2.188 auf 1.705 Euro.
- Warburg Research: Reduziert das Kursziel moderat auf 1.500 Euro und rät weiter zum Kauf.
- Jefferies und Citigroup: Kappen ebenfalls ihre Ziele, werten den Absturz aber als Überreaktion.
Neue Bewährungsprobe
Der Düsseldorfer Konzern steht nun vor einer großen Aufgabe. Das Management will in neue Bereiche wie Marine und Raumfahrt expandieren. Experten sehen die Nachfrage dabei nicht als Problem. Das Hauptrisiko liegt in der Umsetzung dieser Pläne. Ohne das F126-Programm muss Rheinmetall beweisen, dass die restliche Pipeline trägt.
Technisch ist die Aktie stark angeschlagen. Der RSI-Wert von 25,9 signalisiert einen überverkauften Markt. Eine nachhaltige Erholung erfordert nun handfeste Ergebnisse. Das Management muss zeitnah neue Großaufträge vermelden, um den jüngsten Vertrauensverlust auszugleichen.
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