Rheinmetall Aktie: Fregatten-Deal als Katalysator

Rheinmetall strebt die Führung im milliardenschweren F126-Fregattenprogramm an, um Verzögerungen zu beheben. Die Aktie zeigt sich trotz Rekordauftragsbestand unter Druck.

Felix Baarz ·
Rheinmetall Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Übernahme von NVL für Positionierung als Generalunternehmer
  • Projekt liegt vier Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan
  • Rekord-Auftragsbestand von 63,8 Milliarden Euro für 2025
  • Entscheidung über Fregatten-Zuschlag Ende April erwartet

Der Rüstungskonzern Rheinmetall drängt an die Spitze des größten Schiffbauprogramms der Deutschen Marine. Mit der angestrebten Übernahme des F126-Fregatten-Projekts will das Unternehmen ein festgefahrenes Zehn-Milliarden-Euro-Vorhaben auf Kurs bringen. Diese strategische Offensive auf hoher See trifft auf eine Aktie, die nach extrem hohen Markterwartungen zuletzt spürbar an Wert eingebüßt hat.

Neustart für ein Milliardenprojekt

Ursprünglich sollte das niederländische Unternehmen Damen Naval die sechs U-Boot-Jagd-Fregatten bauen. Wegen massiver Verzögerungen bei der Konstruktion liegt das Projekt mittlerweile vier Jahre hinter dem Zeitplan. Hier sieht Rheinmetall eine Lücke. Über die Anfang März 2026 abgeschlossene Übernahme des norddeutschen Schiffbauers NVL positioniert sich der Konzern nun als neuer Generalunternehmer. Das Management plant, die Bauzeit deutlich zu verkürzen und das erste Schiff im zweiten Halbjahr 2031 auszuliefern.

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Solides Fundament trotz Kursverlusten

An der Börse sorgte die Aussicht auf das gigantische Auftragsvolumen bislang nicht für den erhofften Auftrieb. Gestern ging das Papier bei 1.484,50 Euro aus dem Handel, was einem Rückgang von knapp neun Prozent auf Wochensicht entspricht. Verantwortlich für die aktuelle Zurückhaltung der Anleger sind weniger fundamentale Schwächen als vielmehr die ambitionierten Erwartungen. Obwohl der Konzern für 2025 einen Rekord-Auftragsbestand von 63,8 Milliarden Euro meldete, werteten Marktbeobachter die kürzlich veröffentlichten Prognosen für Marge und Cashflow teilweise als zu konservativ.

Wichtige Termine im Frühjahr

Ob Rheinmetall den Fregatten-Zuschlag tatsächlich erhält, klärt sich nach Abschluss der behördlichen Bewertungsphase Ende April. Als Alternative prüft das Verteidigungsministerium derzeit den Bau kleinerer Schiffe durch Thyssenkrupp Marine Systems. Unabhängig vom Ausgang dieses Vergabeverfahrens stehen für Investoren in den kommenden Wochen konkrete Ereignisse an:

  • Ende April: Abschluss der Bewertungsphase für das F126-Programm
  • 7. Mai 2026: Veröffentlichung der neuen Quartalszahlen
  • 12. Mai 2026: Hauptversammlung mit geplanter Dividende von 11,50 Euro je Aktie

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Rheinmetall Aktie

1.491,50 EUR

– 11,50 EUR -0,77 %
KGV 67,57
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,74 %
Marktkapitalisierung 69,66 Mrd. EUR
ISIN: DE0007030009 WKN: 703000

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