Rheinmetall Aktie: Hoffnung ohne Halt?
Rheinmetall-Aktie verliert über 22 Prozent seit Februar. Drohnen-Großauftrag und Q1-Zahlen am 7. Mai im Fokus der Anleger.

Kurz zusammengefasst
- Aktienkurs seit Februar stark gefallen
- Milliardenschwerer Drohnenvertrag mit Bundeswehr
- Q1-Zahlen am 7. Mai entscheidend
- Analysten sehen begrenztes Kurspotenzial
Starke Auftragsbücher, schwacher Kurs. Bei Rheinmetall klaffen operative Realität und Börsenstimmung gerade weit auseinander. Am Freitag verlor die Aktie knapp fünf Prozent auf 1.341,20 Euro. Seit Ende Februar summiert sich das Minus auf über 22 Prozent.
Struktureller Gegenwind im Produktmix
Ein Teil des Drucks kommt aus einer sektoralen Neubewertung. Luftverteidigung, Marschflugkörper und autonome Systeme gewinnen Budgetanteile. Klassische Landsysteme verlieren sie. Das trifft Rheinmetall empfindlich: Das Segment Waffen & Munition stützt sich stark auf 155-Millimeter-Artillerie — genau dort droht mittelfristig Preisdruck durch branchenweiten Kapazitätsausbau.
mwb research sieht das Luftverteidigungssegment als vielversprechendsten Wachstumspfad. Das Potenzial: drei bis vier Milliarden Euro. Allerdings haben Wettbewerber wie MBDA und Lockheed dort bereits einsatzbereite Produkte. Rheinmetall holt noch auf.
Drohnenvertrag als Gegengewicht
Mitten in der Kursschwäche setzt Rheinmetall strategische Zeichen. Am 22. April unterzeichnete der Konzern in Koblenz einen Bundeswehr-Auftrag für die Kamikaze-Drohne FV-014. Der Rahmenvertrag hat ein Volumen von bis zu 2,4 Milliarden Euro. Der erste Abruf umfasst rund 300 Millionen Euro — etwa 2.500 Exemplare. Die Gesamtstückzahl könnte laut Rheinmetall in den fünfstelligen Bereich steigen.
Parallel dazu läuft im Hamburger Hafen bereits die Serienproduktion von unbemannten Überwasserfahrzeugen. Auf der Werft Blohm+Voss sollen zunächst rund 200 Drohnenboote jährlich gebaut werden. Die Kapazität lässt sich auf bis zu 1.000 Einheiten steigern.
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Q1-Zahlen als Nagelprobe
Am 7. Mai legt Rheinmetall die Zahlen für das erste Quartal vor. Die Messlatte ist hoch. Für 2026 peilt der Konzern ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro an. Die operative Marge soll auf rund 19 Prozent steigen.
Der Analystenkonsens liegt beim Umsatz mit durchschnittlich 14,7 Milliarden Euro sogar leicht über dem eigenen Ziel. Beim Gewinn je Aktie erwarten Analysten im Schnitt 39,61 Euro — ein Plus von rund 166 Prozent gegenüber 2025.
mwb research senkte das Kursziel zuletzt von 1.500 auf 1.450 Euro und bestätigte die Einstufung „Halten“. Die Begründung ist prägnant: Die aktuelle Bewertung lasse keinen Spielraum für Enttäuschungen. Solange der 20-Tage-Durchschnitt bei rund 1.461 Euro nicht nach oben gekreuzt wird, bleibt der Abwärtstrend technisch intakt. Der Q1-Bericht am 7. Mai wird zeigen, ob die Wachstumsstory das trägt, was der Kurs noch immer einpreist.
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