Rheinmetall Aktie: Klarer Erfolgskurs!

Der Rüstungskonzern startet mit prall gefülltem Orderbuch und neuen Großprojekten ins Jahr, während die Aktie nach einem massiven Kursanstieg eine Pause einlegt. Die Bewertung bleibt anspruchsvoll.

Kurz zusammengefasst:
  • Erfolgreiche Tests für britischen Challenger 3 Panzer
  • Verhandlungen über spanisches Milliarden-Haubitzenprojekt
  • Mehrere Großaufträge für Munition und Simulatoren
  • Hohe Bewertung nach Kursanstieg von über 150%

Rheinmetall startet mit voller Auftrags-Pipeline und neuen Projekten ins Jahr 2026, während die Aktie nach einer starken Kursrally eine Verschnaufpause einlegt. Zwischen hoch bewerteter Rüstungsstory, prall gefülltem Orderbuch und politischem Newsflow stellt sich die Frage: Wie stabil ist der jüngste Höhenflug?

Starke Performance, erste Korrektur

Nach einem schnellen Anstieg zu Jahresbeginn hat die Rheinmetall-Aktie zuletzt etwas Luft abgelassen. Der Kurs liegt aktuell bei 1.853,50 Euro und damit rund 7 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 1.995 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht dennoch ein Plus von über 150 % – ein klarer Hinweis, wie stark der Markt die Rüstungsfantasie eingepreist hat.

Rheinmetall

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Ein Blick auf zentrale Kennzahlen verdeutlicht das Bild:

  • 12-Monats-Performance: +157,07 %
  • Abstand zum 52‑Wochen-Tief: +169,48 %
  • Kurs über 50‑Tage-Durchschnitt: ca. +12 %
  • RSI (14 Tage): 83,7 (technisch überkauft)

Die Aktie notiert damit deutlich über ihren gleitenden Durchschnitten – ein Zeichen für einen etablierten Aufwärtstrend, aber auch für ein erhöhtes Rückschlagsrisiko nach dem starken Lauf.

Meilenstein beim Kampfpanzer Challenger 3

Auf der operativen Seite meldet Rheinmetall zusammen mit BAE Systems über das Joint Venture Rheinmetall BAE Systems Land (RBSL) einen wichtigen Fortschritt:

Der britische Kampfpanzer Challenger 3 hat am 20. Januar erstmals bemannte Schießtests absolviert. Es ist das erste Mal seit über 30 Jahren, dass ein neu entwickelter Kampfpanzer in Großbritannien unter Live-Bedingungen getestet wird – ein symbolträchtiger Schritt für die britische Rüstungsindustrie.

Kernpunkte des Programms:

  • Plattform: Challenger-3-Kampfpanzer für die britische Armee
  • Hauptbewaffnung: 120mm-Glattrohrkanone L55A1 von Rheinmetall
  • Umfang: Modernisierung von 148 Panzern
  • Auftragsvolumen: über 800 Millionen Pfund

Damit untermauert Rheinmetall seine Rolle als Schlüssellieferant für schwere Landfahrzeuge und Munition im NATO-Umfeld.

Spanien prüft Milliarden-Projekt mit Rheinmetall

Parallel rückt ein mögliches Großprojekt in Spanien in den Fokus. Der spanische Rüstungskonzern Indra verhandelt derzeit mit Rheinmetall, Leonardo und Hanwha über die Entwicklung selbstfahrender Haubitzen für die spanische Armee.

Die Eckdaten des geplanten Programms:

  • Geschätztes Auftragsvolumen: rund 7 Milliarden Euro
  • Rolle von Indra: Design- und Fertigungshoheit
  • Mögliche Rolle von Rheinmetall: Lieferung von Fahrzeugplattformen

Noch handelt es sich um Verhandlungen ohne finalen Zuschlag. Für Rheinmetall wäre eine Beteiligung jedoch ein weiterer Baustein im europäischen Artilleriegeschäft und würde die bereits starke Position im Systemgeschäft mit Ketten- und Radfahrzeugen abrunden.

Ordereingang: Solider Jahresstart

Schon der Januar zeigt, dass die Nachfrage nach Rheinmetall-Technologie hoch bleibt. Der Konzern meldet eine Reihe von Verträgen und Projekten:

  • Bundeswehr-Auftrag für Puma-Munition
    Mehrere hundert Millionen Euro für 30mm-Munition für den Schützenpanzer Puma – ein klassisches Munitionsvolumen, das wiederkehrende Erlöse signalisiert.

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  • Puma-Trainingssimulatoren
    Auftrag im Umfang von 118,5 Millionen Euro für neun Simulatorsysteme. Solche Projekte stärken die Service- und Trainingssparte und binden Kunden langfristig.

  • Lynx-Lieferung an die Ukraine
    Erste Lynx KF41 Schützenpanzer werden an die Ukraine geliefert. Der Auftragswert liegt im mittleren zweistelligen Millionenbereich und stützt die internationale Sichtbarkeit der Plattform.

  • Joint Venture mit MBDA
    Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für maritime Laserwaffen. Damit positioniert sich Rheinmetall im Zukunftsfeld gerichteter Energiewaffen.

  • Wasserstoff-Technologie
    Erfolgreicher Abschluss der Elektrodenentwicklung im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie. Das zeigt, dass Rheinmetall seine zivilen Aktivitäten im Technologiebereich weiterentwickelt und nicht nur vom Rüstungsgeschäft lebt.

Diese Aufträge und Projekte verdeutlichen, dass der Konzern sowohl im klassischen Kernsegment Verteidigung als auch in neuen Technologiefeldern weitere Standbeine aufbaut.

Produktionskapazitäten werden ausgebaut

Um die steigende Nachfrage zu bedienen, investiert Rheinmetall kräftig in zusätzliche Kapazitäten. Bereits im Dezember 2025 wurde im ungarischen Szeged ein neues Hybridwerk eröffnet.

Rahmenbedingungen des Projekts:

  • Investitionsvolumen: 69 Millionen Euro
  • Neue Arbeitsplätze: über 300
  • Ausrichtung: Produktion für zivile und militärische Geschäftsbereiche

Zudem verstärkt der Konzern seine Präsenz in der Ukraine. Anfang 2026 sollen die ersten Lynx KF41 ausgeliefert werden, finanziert durch die Bundesrepublik Deutschland. Das unterstreicht die strategische Rolle des Unternehmens in der europäischen Sicherheitsarchitektur.

Bewertung: Viel Wachstum eingepreist

Trotz der jüngsten Kurskonsolidierung ist die Aktie anspruchsvoll bewertet. Ein aktuelles Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 100 liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt für Aerospace & Defense von rund 52.

Gleichzeitig spiegelt die starke Kursentwicklung der vergangenen fünf Jahre – ein Plus von knapp 2.000 % – wider, wie stark der Markt auf den strukturellen Anstieg der Verteidigungsausgaben setzt.

Im Mittel sehen Analysten ein Kursziel von 2.200 Euro, mit einer Spanne von 1.770 bis 2.500 Euro. Das impliziert auf Basis des aktuellen Niveaus moderates weiteres Aufwärtspotenzial, bei gleichzeitig erhöhten Erwartungen an Umsatz- und Ergebnisdynamik.

Fazit: Starke Story, hohe Erwartungen

Rheinmetall startet mit prall gefüllten Auftragsbüchern, neuen Großprojekten wie dem Challenger 3 und laufenden Verhandlungen über mögliche Milliardenprogramme ins Jahr 2026. Produktionsausbau in Ungarn und die wachsende Rolle in der Ukraine stützen die mittelfristige Wachstumsperspektive.

Gleichzeitig signalisiert die Kombination aus starkem Kursanstieg, hohem Bewertungsniveau und technisch überkauftem Zustand, dass bereits viel Optimismus im Kurs steckt. Entscheidend wird in den kommenden Monaten sein, ob weitere Großaufträge und eine anhaltend hohe Margenqualität die aktuell eingepreisten Erwartungen untermauern.

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