Rheinmetall Aktie: Milliarden-Jahr abgeschlossen

Der Rüstungskonzern schließt das Jahr mit zwei Großaufträgen im Wert von 5,9 Milliarden Euro ab und treibt den Verkauf seiner zivilen Sparte voran. Analysten sehen weiteres Kurspotenzial.

Kurz zusammengefasst:
  • Zwei Großaufträge für Panzer und Satelliten
  • Verkauf der zivilen Sparte Power Systems geplant
  • Analysten empfehlen mehrheitlich Kauf der Aktie
  • Starke Umsatz- und Margenprognose für 2025

Schützenpanzer für 4,2 Milliarden Euro, Satellitentechnologie für 1,7 Milliarden Euro – und die Transformation zum reinen Rüstungskonzern läuft auf Hochtouren. Rheinmetall hat in den letzten Wochen des Jahres 2025 gleich mehrere Großprojekte eingetütet und damit den Weg für weiteres Wachstum geebnet.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

Rheinmetall

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  • Puma-Auftrag: 200 Schützenpanzer für die Bundeswehr, 4,2 Mrd. Euro Volumen
  • Weltraum-Deal: 1,7 Mrd. Euro für SAR-Satellitenkonstellation
  • Power Systems: Verkauf der zivilen Sparte in Vorbereitung
  • Jahresperformance: Rund 150 Prozent Kursplus in 2025

Zwei Mega-Aufträge zum Jahresende

Am 19. Dezember unterzeichnete die Bundeswehr einen Vertrag über 200 Schützenpanzer vom Typ Puma. Das Gesamtvolumen: 4,2 Milliarden Euro brutto. Rheinmetall erhält über sein Joint Venture PSM mit KNDS Deutschland einen Anteil von 2,1 Milliarden Euro. Die ersten Fahrzeuge sollen Mitte 2028 ausgeliefert werden.

Einen Tag zuvor hatte Rheinmetall bereits den nächsten Großauftrag vermeldet: Das Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall ICEYE Space Solutions liefert der Bundeswehr exklusiven Zugang zu einer SAR-Satellitenkonstellation für die weltraumgestützte Aufklärung. Auftragswert: 1,7 Milliarden Euro. Die Produktion der ersten Satelliten startet im dritten Quartal 2026 am Standort Neuss.

Fokus auf Kerngeschäft Verteidigung

Parallel zur Auftragsflut treibt der Vorstand die strategische Neuausrichtung voran. Der Verkauf der zivilen Sparte Power Systems läuft. Zwei Bieter befinden sich in Verhandlungen, der Vertragsabschluss wird für das erste Quartal 2026 angestrebt. Im Zuge dieser Entscheidung verbuchte Rheinmetall eine nicht zahlungswirksame Wertminderung von 350 Millionen Euro.

Die adjustierte Prognose für 2025 zeigt die Stärke des Rüstungsgeschäfts: Umsatzwachstum von 30 bis 35 Prozent, operative Marge zwischen 18,5 und 19,0 Prozent.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Die Bewertung durch Experten fällt durchweg positiv aus. Von 26 Analysten empfehlen 21 die Aktie zum Kauf, fünf raten zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 2.200 Euro – ein deutlicher Abstand zum aktuellen Kurs von etwa 1.540 Euro.

Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel Mitte November auf 2.100 Euro an und verwies auf die ambitionierten Wachstumsziele bis 2030. Bis dahin strebt Rheinmetall einen Umsatz von 50 Milliarden Euro an.

Mit einer Jahresperformance von rund 150 Prozent gehört die Rheinmetall Aktie zu den Top-Performern im DAX. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei knapp 69 Milliarden Euro. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Konzern die hohen Erwartungen in Umsatz und Profitabilität umsetzen kann – der Auftragsbestand jedenfalls ist prall gefüllt.

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