Rheinmetall Aktie: Milliardendeal mit Bundeswehr
Rheinmetall sichert sich einen Milliardenauftrag der Bundeswehr, während die Aktie weiter nachgibt. Insiderkäufe deuten auf Vertrauen in die operative Stärke hin.

Kurz zusammengefasst
- Milliardenauftrag für Logistikfahrzeuge fixiert
- Pierburg zeigt neue Ladeinfrastruktur für E-Flotten
- Aktie seit Jahresbeginn um 26 Prozent gefallen
- Insider kaufen nach Kursrutsch Millionenanteile
Starke Aufträge, schwache Kurse. Bei Rheinmetall klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Am Montag meldete der Konzern einen neuen Milliarden-Deal. Dennoch verlor die Aktie leicht auf 1.185,60 Euro.
Rüstung und E-Mobilität
Die Bundeswehr ruft mehr als 2.000 Logistikfahrzeuge ab. Dieser Auftrag bringt dem Rüstungskonzern rund eine Milliarde Euro ein. Die Auslieferung startet bereits in der ersten Jahreshälfte 2026. Das sichert die kurzfristigen Umsatzziele des Vorstands ab.
Abseits der Rüstung treibt der Konzern neue Geschäftsfelder voran. Die Tochtergesellschaft Pierburg präsentiert auf einer Münchener Fachmesse neue Varianten ihres Ladebordsteins. Diese Technik integriert Ladeinfrastruktur flächenbündig in das Stadtbild. Mit der 22-kW-Lösung zielt das Unternehmen direkt auf Flottenbetreiber von Lieferwagen ab.
Insider kaufen nach
An der Börse spiegelt sich die operative Stärke kaum wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier knapp 26 Prozent an Wert verloren. Der Abstand zum Rekordhoch von 1.995 Euro beträgt mittlerweile über 40 Prozent.
Konzernchef Armin Papperger nutzt dieses Niveau. Anfang Juni kaufte eine ihm nahestehende Gesellschaft Aktien für rund vier Millionen Euro. Analysten von Oddo BHF sehen in dem Rücksetzer ebenfalls eine Einstiegschance. Sie rufen 1.670 Euro als Kursziel aus.
Ein klares Signal. Nun muss das Management den gewaltigen Auftragsbestand von 73 Milliarden Euro zügig abarbeiten. Fließt der entsprechende Cashflow, rückt die wichtige Trendlinie bei 1.277 Euro wieder in greifbare Nähe.
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