Rheinmetall Aktie: Munitions-Millionen — reicht das aus?
Rheinmetall meldet maritime und Munitionsaufträge sowie eine Förderung für Pierburg; die Aktie liegt seit Jahresbeginn 38 Prozent im Minus.
Kurz zusammengefasst
- Naval Systems betreut vier LNG-Zollschiffe
- Artilleriemunition im niedrigen dreistelligen Millionenbereich
- Pierburg soll rund 1,5 Millionen Euro Förderung erhalten
- Rheinmetall-Aktie seit Jahresbeginn 38 Prozent schwächer
Die Naval-Systems-Sparte von Rheinmetall hat am 23. September einen mehrjährigen Rahmenvertrag von der Generalzolldirektion erhalten. Die Vereinbarung umfasst die Wartung, Reparaturen sowie Noteinsätze für vier neue LNG-Zollschiffe. Mit diesem Zuschlag baut das Unternehmen seine Aktivitäten bei der Betreuung und Instandhaltung behördlicher Spezialschiffe weiter aus.
Rahmenvertrag für vier neue LNG-Zollschiffe
Der geschlossene Rahmenvertrag erstreckt sich über mehrere Jahre und legt die technische Betreuung der vier neuen Einheiten fest. Das vertraglich vereinbarte Aufgabenspektrum der Naval-Systems-Sparte umfasst dabei neben planmäßigen Wartungsarbeiten und anfallenden Reparaturen ausdrücklich auch Noteinsätze zur Gewährleistung der Einsatzbereitschaft.
Die vier Schiffe der Generalzolldirektion nutzen Flüssigerdgas als Antriebstechnologie. Für Rheinmetall bedeutet der Vertrag eine kontinuierliche Auslastung im Bereich maritimer Behördenaufträge.
Artillerieauftrag im dreistelligen Millionenbereich
Parallel zu den maritimen Dienstleistungen verbucht der Konzern neue Auftragseingänge im Verteidigungssektor. Medienberichten zufolge meldete Rheinmetall am 14. September eine Bestellung über 155-mm-Artilleriegeschosse von einem nicht näher genannten internationalen Kunden. Das finanzielle Volumen dieses Munitionsauftrags bewegt sich im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Die getroffene Vereinbarung umfasst die Lieferung einer fünfstelligen Anzahl dieser großkalibrigen Artilleriegeschosse. Die Produktion der Munition lief zum Zeitpunkt der Bekanntgabe bereits in den Werken des Unternehmens. Der vereinbarte Zeitplan sieht vor, dass die Auslieferungen bis Ende 2027 vollständig an den Kunden übergeben und abgeschlossen sein sollen.
Fördermittel für Pierburg Pump Technology
Abseits der Beschaffungsverträge für Streitkräfte und Behörden verzeichnet der Konzern Fortschritte bei der industriellen Technologieentwicklung. Die Tochtergesellschaft Pierburg Pump Technology soll eine Förderung in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro erhalten. Die bereitgestellten Mittel dienen der Entwicklung innovativer Produktionsverfahren zur industriellen Herstellung von NanoLam™-Hochleistungskondensatoren.
Aktie bleibt auf Jahressicht unter Druck
An den Finanzmärkten verfehlen die jüngsten operativen Meldungen eine spürbare Wirkung. Am heutigen Dienstag notiert die Aktie von Rheinmetall bei 959,70 Euro und verliert im Tagesverlauf 1,2 Prozent. Auf Jahressicht setzt sich der deutliche Abwärtstrend damit weiter fort: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier einen Kursverlust von 38 Prozent.
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