Rheinmetall Aktie: Papperger kauft für 3 Millionen
Nach dem Stopp des F126-Projekts sucht Rheinmetall neue Perspektiven. Analysten sehen den Kurssturz als Übertreibung an.

Kurz zusammengefasst
- F126-Projekt gestoppt
- Meko-Programm als Ausgleich
- Analysten sehen Überreaktion
- Vorstand kauft eigene Aktien
Nach einem Wochenverlust von mehr als 21 Prozent steht Rheinmetall vor einer entscheidenden Frage: Kann das Meko-Ersatzprogramm den Schaden durch das gestoppte Fregatten-Projekt F126 wenigstens teilweise ausgleichen? Der Düsseldorfer Konzern hat eine brutale Woche hinter sich — und die politische Debatte in Berlin ist noch längst nicht abgeschlossen.
Das F126-Aus und seine Folgen
Das Verteidigungsministerium hat das 12,8-Milliarden-Euro-Projekt F126 offiziell gestoppt. Kostensteigerungen und Zeitverzögerungen waren der Grund. Der Aktienkurs reagierte heftig: Auf Jahressicht hat das Papier knapp die Hälfte seines Wertes verloren.
Nun dreht sich die Diskussion um die Meko-A-200-Klasse. Bis zu acht dieser kleineren Fregatten sollen beschafft werden. Primärer Auftragnehmer soll Thyssenkrupp Marine Systems werden. Allerdings fordert die IG Metall, die Rheinmetall-Tochter Naval Vessels Lürssen als Subunternehmer einzubinden. Das würde dem Konzern helfen, seine neu erworbenen Werftkapazitäten auszulasten.
Analysten sehen Überreaktion
Die DZ Bank senkte ihren fairen Wert für die Aktie von 2.188 Euro auf 1.705 Euro — hält aber an der Kaufempfehlung fest. Marktbeobachter argumentieren, dass der Kurssturz eine technische Überreaktion ist. Die Kernbereiche Munition, Luftverteidigung und Fahrzeugsysteme laufen weiterhin auf Hochtouren.
Das Management plant für 2026 mit einem Umsatz von bis zu 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von rund 19 Prozent. Am Marine-Segment hängt dieses Ziel nicht.
Ein weiteres Signal kam vom Vorstandschef selbst: Armin Papperger kaufte laut Medienberichten in den vergangenen Tagen eigene Aktien im Wert von drei Millionen Euro.
Charttechnik zeigt extremes Überverkauf-Niveau
Der Schlusskurs am Freitag lag bei 940,60 Euro. Das 52-Wochen-Hoch vom September 2025 lag bei 1.995 Euro — der aktuelle Kurs ist also gut 52 Prozent davon entfernt. Der RSI steht bei 23,7. Werte unter 30 gelten als überverkauft; 23,7 ist ein Extremwert.
Das nächste charttechnische Unterstützungsniveau liegt bei 902,50 Euro — dem Wochentief vom 25. Juni. Hält diese Marke, bleibt Raum für eine Gegenbewegung. Bricht sie, rückt die 850-Euro-Zone in den Fokus.
Am 30. Juni steht laut Finanzkalender eine Quartalsmitteilung an. Sie könnte erstmals konkrete Zahlen zu möglichen Abschreibungen durch das F126-Aus liefern — und zeigen, ob Rheinmetall bereits Klarheit über eine Beteiligung am Meko-Programm hat.
Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 27. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...