Rheinmetall Aktie: Rahmenvertrag für LNG-Zollschiffe gesichert
Rheinmetall meldet Fortschritte bei Ausbildungssystemen, Marineschiffen und Fertigung; Vorstandschef Papperger kaufte Aktien für 498.947,80 Euro.

Kurz zusammengefasst
- Abnahmetest für Infanteriesimulator bestanden
- Wartungsvertrag für vier LNG-Zollschiffe gesichert
- Rund 1,5 Millionen Euro Förderung erhalten
- Papperger kaufte Rheinmetall-Aktien über Xetra
Fortschritte bei Simulatoren und Marinetechnik
Rheinmetall setzt bei seinen operativen Fortschritten auf technische Spezialprojekte und den Ausbau militärischer Ausbildungssysteme. Das Unternehmen meldete das Bestehen des Werksabnahmetests für das Schieß- und Gefechtsausbildungsgerät des schweren Waffenträgers Infanterie. Bis Mitte 2027 sollen fünf dieser Systeme an die Nutzer übergeben werden.
Parallel dazu sicherte sich die Division Naval Systems am 23. September einen mehrjährigen Rahmenvertrag der Generalzolldirektion. Die Vereinbarung umfasst die Wartung und Instandsetzung von vier neuen LNG-Zollschiffen.
Mit diesen Schritten festigt der Düsseldorfer Konzern seine Rolle bei spezialisierter Ausrüstung und Instandhaltung. Ergänzend dazu erprobte das Unternehmen vernetzte unbemannte Systeme bei einer NATO-Übung zum Schutz kritischer Infrastruktur.
Investitionen in Bauteile und Standortnetz
Auch in der Fertigungstechnologie treibt Rheinmetall Vorhaben voran. Die Unternehmenstochter Pierburg Pump Technology erhielt am 22. September Fördermittel in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro für Fertigungsprozesse von NanoLam™-Kondensatoren. Am sächsischen Standort Hartha sind dafür Investitionen von insgesamt über 4,4 Millionen Euro vorgesehen.
Diese industriellen Vorhaben begleiten den Ausbau der internationalen Präsenz. So eröffnete Rheinmetall Nordic eine Liegenschaft im norwegischen Skoppum mit einer Bruttogeschossfläche von 4.579 Quadratmetern für mehr als hundert Beschäftigte. Der Mietvertrag für das Gebäude läuft über 15 Jahre.
Zudem verbuchte American Rheinmetall einen Auftrag der U.S. Army über die Defense Logistics Agency. Das Vorhaben umfasst die Fertigung und Modernisierung von MK93-Softmount-Lafetten mit einem Gesamtwert von rund 18,05 Millionen Euro.
Marktlage und Zukauf des Vorstandschefs
An den Finanzmärkten standen Rüstungstitel nach einem schwächeren Branchenverlauf zuletzt unter Konsolidierungsdruck. Medienberichten zufolge belastete die Schwäche des gesamten europäischen Verteidigungssektors das Kursbild der vergangenen Tage.
Gestern schloss die Aktie mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 950,10 Euro. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus auf 39 Prozent.
Vorstandsvorsitzender Armin Theodor Papperger nutzte das ermäßigte Bewertungsniveau für eine persönliche Transaktion. Er erwarb am Dienstag Rheinmetall-Aktien für ein Gesamtvolumen von 498.947,80 Euro über das elektronische Handelssystem Xetra.
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