Rheinmetall Aktie: Rally mit Rückenwind

Der Rüstungskonzern startet mit starken Aufträgen ins Jahr und meldet den ersten Lynx-Export in die Ukraine. Die Aktie notiert nahe ihrem Hoch bei hohen Wachstumserwartungen.

Kurz zusammengefasst:
  • Erster Lynx-Panzer-Export in die Ukraine
  • Mehrere Großaufträge im Januar 2026
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch
  • Ehrgeizige Umsatzziele bis 2030

Rheinmetall startet mit Tempo ins neue Jahr. Neue Großaufträge, der erste Export des Lynx-Schützenpanzers in ein aktives Kriegsgebiet und ehrgeizige Wachstumsziele treiben die Fantasie an. Entscheidend ist dabei vor allem eines: Die Auftragspipeline füllt sich weiter, statt nach dem Boom der vergangenen Jahre abzuflachen.

Starker Jahresauftakt und Kurslage

Der DAX-Wert setzt seine Aufwärtsbewegung fort. Heute legt die Aktie rund 3 % zu und steigt auf etwa 1.955 Euro, nachdem sie am Freitag bei 1.900 Euro aus dem Handel gegangen war.

Rheinmetall

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Im größeren Bild zeigt sich, wie dynamisch die Entwicklung ist:

  • Rund 23 % Plus seit Jahresbeginn
  • Etwa 181 % Gewinn auf Sicht von zwölf Monaten
  • Nur gut 2 % unter dem jüngsten 52‑Wochen-Hoch bei 1.995 Euro
  • Deutlich über dem 50‑Tage-Durchschnitt (rund +19 %)
  • RSI von 83,7 – die Aktie ist technisch klar überkauft

Damit spiegelt der Kurs die hohen Erwartungen an weitere Aufträge und Margenverbesserungen wider – aber auch eine zunehmend ambitionierte Bewertung.

Lynx-Premiere in der Ukraine

Ein symbolträchtiger Schritt: Erstmals liefert Rheinmetall den Schützenpanzer Lynx KF41 an die Ukraine. Grundlage ist ein im Dezember 2025 geschlossener Vertrag über zunächst fünf Fahrzeuge im mittleren zweistelligen Millionenbereich, finanziert von Deutschland. Die ersten Systeme sollen bereits Anfang 2026 eintreffen.

Die Entscheidung fiel nach intensiven Tests durch die ukrainischen Streitkräfte. Nach Ungarn ist die Ukraine erst das zweite Land, das den Lynx operativ nutzt. Weitere Beschaffungsphasen sind vorgesehen und sollen eine Produktion direkt in der Ukraine einbeziehen.

Für Rheinmetall ist das mehr als nur ein Einzelauftrag: Der Konzern etabliert die Lynx-Plattform in einem Umfeld, in dem Beschaffungsentscheidungen stark sicherheitspolitisch geprägt sind.

Januar 2026: Auftragsflut im Kerngeschäft

Auch abseits des Lynx-Projekts zeigt sich, wie breit Rheinmetall inzwischen im Verteidigungsbereich aufgestellt ist. Im Januar wurden gleich mehrere wichtige Verträge und Projekte gemeldet:

  • Puma-Munition: Verlängerter Rahmenvertrag mit der Bundeswehr für 30mm-Munition im dreistelligen Millionenbereich
  • Laser-Joint-Venture: Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit MBDA zur Entwicklung maritimer Laserwaffen
  • Puma-Simulatoren: Bestellung von neun Trainingssimulatoren durch die Bundeswehr im Volumen von 118,5 Millionen Euro
  • Spanien: Gemeinsames Angebot mit der EM&E Group für ein nationales Raketenartilleriesystem
  • Schienenverkehr: Beteiligung am Forschungsprojekt RemODtrAIn zu ferngesteuerten Zügen mit einem Fördervolumen von 17 Millionen Euro

Diese Mischung aus klassischen Rüstungsaufträgen (Munition, Simulatoren) und Zukunftsthemen (Laserwaffen, unbemannte Systeme im Bahnverkehr) unterstreicht die strategische Positionierung des Konzerns.

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Puma-Großauftrag stützt Perspektive

Bereits im Dezember 2025 hatte Rheinmetall einen Meilenstein gesetzt: Die Bundeswehr bestellte 200 zusätzliche Puma-Schützenpanzer im Volumen von rund 4,2 Milliarden Euro. Abgewickelt wird der Auftrag über das Joint Venture PSM mit KNDS Deutschland.

Dieser Vertrag sichert nicht nur die Auslastung im Fahrzeugsegment über mehrere Jahre. Er dient zugleich als Referenzprojekt in einem Markt, in dem viele NATO-Staaten ihre Heeresstrukturen modernisieren. Die mittelfristigen Wachstumserwartungen erhalten dadurch eine solide Basis.

Diversifikation: Wasserstoff als zweites Standbein?

Neben dem Verteidigungsgeschäft arbeitet Rheinmetall an neuen Technologien für die Energiewende. Konkret meldet der Konzern Fortschritte bei Elektrodentechnologien für die Wasserstoff-Elektrolyse. Am Standort St. Leon-Rot startet in Kürze die Pilotproduktion, gefördert im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie.

Noch ist dieses Feld im Vergleich zum Rüstungsgeschäft klein, zeigt aber, wohin die Reise bei der Diversifikation gehen kann: Hochtechnologie, staatliche Förderprogramme und industrielle Skalierbarkeit.

Ambitionierte Ziele und hohe Bewertung

Wie weit trägt die aktuelle Dynamik in die Zukunft? Der Konzern formuliert klare und sehr ambitionierte Vorgaben:

  • Umsatz soll bis 2030 auf rund 50 Milliarden Euro steigen (Verfünffachung gegenüber 9,8 Milliarden Euro im Jahr 2024)
  • Operative Marge soll dann über 20 % liegen
  • Zwischenziel 2027: rund 20 Milliarden Euro Umsatz bei einer operativen Marge von 18 %

Analysten spiegeln diese Wachstumsstory in ihren Schätzungen wider. Die Konsensprognose für das Kursziel in den kommenden zwölf Monaten liegt bei etwa 2.200 Euro. J.P. Morgan sieht 2.250 Euro, Bernstein 2.050 Euro.

Gleichzeitig ist die Bewertung anspruchsvoll: Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 100 signalisiert, dass ein großer Teil des erwarteten Wachstums bereits im Kurs eingepreist ist. Rückschläge bei Aufträgen oder Verzögerungen bei der Umsetzung der Strategie könnten deshalb stärker durchschlagen.

Fazit: Wachstum klar im Fokus

Rheinmetall kombiniert derzeit eine außergewöhnlich starke Auftragslage mit klar definierten Wachstumszielen bis 2030. Der Lynx-Einstieg in der Ukraine, der milliardenschwere Puma-Vertrag und neue Projekte in Bereichen wie Laserwaffen und Wasserstoff-Technologie zeichnen das Bild eines Konzerns, der seine Rolle im sicherheitspolitischen Umfeld der kommenden Jahre aktiv ausbaut.

Die Aktie hat sich in zwölf Monaten vervielfacht, notiert nahe am Hoch und ist technisch überkauft – ein Zeichen, wie viel Erwartung bereits im Kurs steckt. Entscheidend wird nun, ob Rheinmetall die angekündigte Umsatz- und Margenexpansion Schritt für Schritt in konkrete Zahlen übersetzen kann.

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