Rheinmetall Aktie: Rumänien-Wette läuft
Rheinmetall startet Serienproduktion von Drohnenbooten und könnte in Rumänien expandieren. Analysten sehen den Aktienkurs deutlich unter den Kurszielen von über 2.000 Euro.

Kurz zusammengefasst
- Serienfertigung von Drohnenbooten in Hamburg angelaufen
- Mögliche Werft-Übernahme in Rumänien im Gespräch
- Analysten sehen Kursziele jenseits der 2.000-Euro-Marke
- Aktienkurs liegt deutlich unter 200-Tage-Durchschnitt
Drohnenboote vom Fließband, eine mögliche Werft in Osteuropa und Kursziele jenseits der 2.000-Euro-Marke — Rheinmetall baut sein maritimes Geschäft zügig aus. Der Aktienkurs hinkt dieser Entwicklung bislang hinterher.
Serienproduktion läuft, Aufträge liegen vor
Seit dem 20. April fertigt Rheinmetall auf der Hamburger Werft Blohm+Voss das unbemannte Überwasserfahrzeug „K3 Scout“ in Serie. Das Boot entsteht im Joint Venture mit der britischen Kraken Technology Group und ist für Geschwindigkeiten bis 55 Knoten ausgelegt. Erste Aufträge von NATO-Mitgliedsstaaten liegen laut Unternehmensangaben bereits vor.
Die Startkapazität liegt bei rund 200 Einheiten jährlich. Im Dreischichtbetrieb soll die Fertigung auf bis zu 1.000 Einheiten skalierbar sein — ein Hebel, den Rheinmetall bei steigender Nachfrage schnell umlegen könnte.
Mangalia-Werft als nächster Schritt?
Parallel verdichten sich Berichte über eine mögliche Expansion nach Rumänien. Die dortige Regierung bereitet offenbar die Nationalisierung der Mangalia-Werft vor, nachdem Gläubiger einen Reorganisationsplan abgelehnt hatten. In Marktkreisen kursiert die Spekulation, dass Rheinmetall die Werft nach einer staatlichen Übernahme in sein Netzwerk für den Militärschiffbau einbinden könnte.
Treiber im Hintergrund ist das EU-Förderprogramm SAFE mit einem Volumen von 150 Milliarden Euro. Das Programm zielt auf strategische Autonomie in Europa — und würde eine solche Expansion finanziell untermauern. Bestätigt ist die Einbindung Rheinmetalls bislang nicht.
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Kursziele weit über aktuellem Niveau
Die Aktie notiert aktuell bei rund 1.471 Euro — rund 13 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts und damit deutlich im Rückstand gegenüber den Analystenerwartungen. Bernstein Research hält die Einstufung „Outperform“ mit einem Kursziel von 2.050 Euro. Goldman Sachs sieht sogar 2.300 Euro als realistisch — mehr als 50 Prozent über dem aktuellen Kurs.
Für 2026 peilt Rheinmetall einen Umsatz von rund 14,5 Milliarden Euro an, was einem Wachstum von bis zu 45 Prozent entspräche. Die operative Marge soll bei etwa 19 Prozent liegen. Der Auftragsbestand beläuft sich auf knapp 64 Milliarden Euro.
Ein technisches Hindernis bleibt die Zone um 1.600 Euro, wo 50- und 200-Tage-Linie zusammenlaufen. Erst ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde charttechnisch neuen Rückenwind signalisieren. Ob die Quartalszahlen am 7. Mai den nötigen Impuls liefern, wird sich zeigen — das Potenzial für eine Neubewertung ist jedenfalls eingepreist.
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