Rheinmetall Aktie: Vertraut Papperger dem Boxer-Aufschub?
Armin Papperger tätigte an zwei Handelstagen Aktienkäufe; Rheinmetall bestätigte die Jahresziele trotz verschobener Aufträge.

Kurz zusammengefasst
- Papperger kaufte an zwei Handelstagen Aktien
- Tradegate-Kauf im Wert von 200.295,60 Euro
- Neunmonatsumsatz erreichte 8,38 Milliarden Euro
- Erste Caracal-Serienfahrzeuge wurden übergeben
Rheinmetall-Vorstandsvorsitzender Armin Theodor Papperger hat gestern erneut Aktien des Unternehmens gekauft. Das auf Tradegate gemeldete Geschäft hatte ein Volumen von 200.295,60 EUR bei einem Preis von 804,40 EUR je Aktie. Die Veröffentlichung der Pflichtmitteilungen zu zwei Käufen erfolgte ebenfalls gestern.
Bereits am Donnerstag hatte Papperger auf XETRA Rheinmetall-Aktien für 502.484,40 EUR erworben. Der aggregierte Preis dieses Geschäfts betrug 858,9477 EUR je Aktie. Die beiden gemeldeten Transaktionen verteilen sich damit auf aufeinanderfolgende Handelstage und unterschiedliche Handelsplätze.
Käufe nach Vorlage der Geschäftszahlen
Am Donnerstag hatte Rheinmetall seine Zahlen für die ersten neun Monate 2026 veröffentlicht. Der Umsatz erreichte 8,38 Milliarden EUR, das operative Ergebnis lag bei 1,34 Milliarden EUR.
Den Auftragsbestand bezifferte das Unternehmen zum 30. September auf 78,0 Milliarden EUR. Der operative Free Cashflow fiel mit minus 1,7 Milliarden EUR negativ aus. Die operative Marge betrug im berichteten Zeitraum 16,0 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2026 hatte Rheinmetall am Donnerstag die angepasste Erwartung von rund 13,2 Milliarden Euro Umsatz bestätigt. Die operative Marge soll rund 18,5 Prozent erreichen.
Als Auslöser der Prognosekorrektur nannte das Unternehmen die voraussichtliche Verschiebung des Arminius-Boxer-Auftrags sowie Verzögerungen bei Abnahmen von Artilleriemunitionslosen. Ein Teil der betroffenen Umsätze soll erst 2027 anfallen.
Erste Caracal aus der Serienproduktion übergeben
Abseits der Finanzzahlen meldete Rheinmetall am 30. Oktober die Auslieferung der ersten Caracal-Fahrzeuge aus der Serienproduktion. Empfänger waren die deutschen und niederländischen Streitkräfte.
Die Übergabe fand am 29. Oktober in Ede statt. Damit betrifft die Meldung bereits ausgelieferte Fahrzeuge, während Rheinmetall beim Arminius-Boxer-Projekt eine spätere Beauftragung erwartet.
Stand heute, 7. November: Rheinmetall – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Rheinmetall investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 7. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.