Der Rüstungskonzern Rheinmetall sorgt gleich an zwei Fronten für Aufsehen. Während ein neuer Großauftrag für die Bundeswehr das Kerngeschäft langfristig absichert, deuten Medienberichte auf eine spektakuläre Erweiterung des Portfolios hin. Das Düsseldorfer Unternehmen scheint nicht nur seine Dominanz bei Landsystemen festigen, sondern auch strategisch in den Weltraum expandieren zu wollen.
Millionen-Auftrag für den „Luchs“
Im operativen Tagesgeschäft verzeichnet Rheinmetall einen signifikanten Erfolg. Als zentraler Systemzulieferer für General Dynamics European Land Systems (GDELS) wird der Konzern die Ausstattung des neuen Spähfahrzeugs „Luchs 2“ übernehmen. Der Auftragswert bewegt sich im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Konkret liefert Rheinmetall bis zum Jahr 2031 insgesamt 274 Exemplare des unbemannten Turmsystems CT-025. Herzstück dieser Lieferung ist die 25-Millimeter-Maschinenkanone Oerlikon KBA, die mit einer Kadenz von 600 Schuss pro Minute und moderner Munitionstechnologie auch zur Drohnenabwehr befähigt ist. Ergänzt wird das Paket durch entsprechende Simulations- und Ausbildungstechnik, die eine realitätsnahe Gefechtsausbildung der Heeresaufklärungstruppe sicherstellt. Die Auslieferung an die Bundeswehr soll ab 2029 beginnen.
Griff nach den Sternen?
Noch spannender für die strategische Ausrichtung ist jedoch das, was derzeit in Finanzkreisen spekuliert wird. Laut Berichten der „Welt“ prüft Rheinmetall eine Übernahme des deutschen Laserspezialisten Mynaric. Das Unternehmen entwickelt optische Kommunikationsterminals für die Luft- und Raumfahrt – eine Schlüsseltechnologie für sichere Datenübertragungen.
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Ein solcher Schritt hätte eine klare geopolitische Komponente: Er könnte den bereits anvisierten Verkauf von Mynaric an das US-Raumfahrtunternehmen Rocket Lab verhindern und die Technologie in deutscher Hand halten. Für Rheinmetall wäre dies der Einstieg in die satellitengestützte Kommunikation, ein logischer Schritt hin zu vernetzten Operationsführungen der Zukunft.
Aktie im Höhenflug
Die Anleger honorieren die Mischung aus solidem Auftragsbestand und Zukunftsfantasie. Zwar ging die Aktie am Freitag mit einem leichten Minus von 0,09 Prozent bei 1.736,50 Euro aus dem Handel, das übergeordnete Bild bleibt jedoch extrem stark. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein Plus von gut 93 Prozent. Auch kurzfristig zeigt der Trend nach oben, wie der Zuwachs von knapp 8 Prozent in den letzten sieben Tagen belegt.
Der Kurs bewegt sich damit weiterhin in Schlagdistanz zum Allzeithoch von 1.995,00 Euro aus dem September 2025. Die Kombination aus langfristigen Einnahmen durch Projekte wie den „Luchs 2“ und der potenziellen technologischen Erweiterung durch Zukäufe wie Mynaric untermauert den Anspruch des Konzerns, über die klassische Rüstung hinaus zu wachsen.
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